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Dienstag, 23. Februar 2016

Rezension zu "Zodiac" von Romina Russell



Kreativ entworfene Welt mit starker Heldin

„Zodiac“ ist der Auftakt einer als vierbändige Serie geplanten Science-Fiction-Reihe aus der Feder der amerikanischen Debüt-Autorin Romina Russell und siedelt sich mit seiner fast 17-jährigen Ich-Erzählerin Rho in der All-Age-Literatur an.


Sonntag, 27. Dezember 2015

Rezension zu "Was uns bleibt ist jetzt" von Meg Wolitzer



Schwächen erst am Ende

"Was uns bleibt ist jetzt" ist mit einer Altersempfehlung von ab 14 Jahren der erste Roman speziell auch für jugendliche Leser aus der Feder der amerikanischen Autorin Meg Wolitzer, die als Schriftstellerin bereits mit mehreren ihrer Werke Erfolge feiern konnte.


Dienstag, 8. Dezember 2015

Rezension zu "Endgame - Die Hoffnung" von James Frey



Actionreiche Fortsetzung

„Endgame – Die Hoffnung“ ist nach „Die Auserwählten“ der zweite Band der endzeitlichen Actionthriller-Trilogie des amerikanischen Bestseller-Autors James Frey.

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 Inhaltlich schließt „Die Hoffnung“ sich unmittelbar an seinen Vorgänger an. Der Erdschlüssel ist gefunden, doch anders als die Spieler es ursprünglich durch die Überlieferungen ihrer Geschlechter gelernt hatten, offenbarten die keplers ihnen, dass sie das Ereignis, das große Teile der Menschheit auslöschen würde, dadurch überhaupt erst ausgelöst haben. Und tatsächlich zeigt sich nun bald eine reale Bedrohung für die Erde. Ein riesiger Meteorit rast auf den Planeten zu. Währenddessen müssen die Spieler die Entscheidung treffen, ob sie weiterspielen oder einen Weg finden, das Ereignis doch noch zu verhindern...
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Zunächst einmal kommen die Spieler nach dem actionreichen Finale des ersten Bandes allerdings zur Ruhe. Viele kehren an vertraute Orte oder sogar nach Hause zu ihren Familien zurück, um sich zu sammeln und für die Suche nach dem Himmelsschlüssel, der zweiten von drei Etappen des Spiels, zu rüsten. Dennoch wird es auch gleich am Anfang wieder spannend. Die neun verbleibenden Spieler sind über den gesamten Globus verteilt und verfolgen, anders als im ersten Band, längst nicht mehr alle das gleiche Ziel, was zu großer Abwechslung und zahlreichen eindrucksvollen Kulissen führt.
Shari, die längst weiß, dass sich der Himmelsschlüssel in ihrem „Besitz“ befindet, bereitet sich und ihre Familie auf die Ankunft der anderen Spieler vor. Alice beschließt sich auf die Seite der jungen Mutter zu schlagen. Hilal und Baitsakhan lassen ihre schweren Wunden versorgen, Maccabee unterstützt seinen Verbündeten dabei und sucht wie Aisling Hilfe bei der Familie. Sarah – traumatisiert von Christophers Tod - und Jago sind als zweites Duo unterwegs, das sich auch weiterhin mit der Widersprüchlichkeit ihrer Gefühle füreinander und ihren Rollen als Spieler zweier gegnerischer Geschlechter auseinandersetzen muss, und ein bereits totgeglaubter Spieler erwacht in Gefangenschaft des Militärs.

Noch mehr Action durch Verfolgung, Kampf und Flucht bringt eine weitere Entwicklung der Geschichte mit sich: Das Endgame ist nicht länger geheim – die Bergung des Erdschlüssels in Stonehenge hat die Aufmerksamkeit der Weltbevölkerung auf das Spiel gezogen, sodass sich die Spieler nicht länger nur bei Begegnungen untereinander in Gefahr befinden, sondern auch das Interesse diverser Behörden geweckt haben, die sich nun an ihre Fersen heften. Viele Gewissensfragen werden aufgeworfen, denn die Enthüllungen der keplers bezüglich des Auslösens des die Menschheit zu großen Teilen vernichtenden Ereignisses haben die Spieler tief verunsichert. Während einige weiterhin fest entschlossen sind, weiterzuspielen und so ihrem Geschlecht das Überleben durch den Sieg zu sichern, überdenken andere die uralten Überlieferungen und schmieden neue Pläne, um das Ereignis doch noch aufzuhalten.

Strukturell wie sprachlich bleibt James Frey dem Stil des ersten Bandes treu. Jedes Kapitel ist bereits überschrieben mit den dort in Erscheinung tretenden Charakteren und schildert die Ereignisse anschließend aus ihrer Sicht. So schlüpft der Leser abwechselnd in diverse Köpfe an die verschiedensten Handlungsorte und ist immer mitten drin im Geschehen. Die Sätze bleiben oft kurz, beabsichtigte Wiederholungen erzeugen zusätzlich ein hohes Lesetempo und unterstützen durch einen Stakkato-artigen Stil den Eindruck von Anspannung und Action. Was sich ebenfalls wie schon im ersten Band findet, sind recht intensiv beschriebene Kampfszenen bis hinein in die blutigsten Details, welche die Altersempfehlung von ab 16 Jahren nachvollziehbar machen.

Trotz Liebesgeschichte und Charakteren unterschiedlichster persönlicher Einstellungen und Handlungsweisen prägen Stil und Sprache „Endgame“ eher als Thriller im Bereich eines apokalyptischen Abenteuerromans und weniger als Entwicklungsroman einzelner Hauptfiguren, was angesichts der Anzahl von immerhin noch neun der ursprünglichen zwölf Spielern wohl auch kaum auf dem fast gleichberechtigten Niveau zu leisten wäre. Wer sich dessen bewusst ist, kann hier die Stärken der Trilogie sehen, die sich durch einen ununterbrochen hohen Spannungsbogen ebenso auszeichnet wie durch die Vielzahl der Charaktere, die Abwechslung in die Geschichte bringen.

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Fazit: Mit Spannung und Vielfalt fesselt auch der zweite Teil der „Endgame“-Trilogie von James Frey den Leser und Fan actionreicher Unterhaltung an die Seiten und überzeugt mit einer ausgeklügelten Vision des nahenden Weltuntergangs. Mich hat der Autor ein weiteres Mal überzeugt und ich vergebe 5 von 5 Sterne.




Die Trilogie
  1. "Endgame - Die Auserwählten" (Okt. 2014, engl. Originaltitel: "Endgame - The Calling") - meine Rezension
  2. "Endgame - Die Hoffnung" (Okt. 2015, engl. Originaltitel: "Sky Key")
  3. ???

Allgemeine Informationen

Ausgabe: Gebunden, mit Schutzumschlag
Originaltitel: Sky Key
Erschienen: 19. Oktober 2015
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Seiten: 592 Seiten
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3789135248
Preis: € [D] 19.99


Leserpobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage zum Buch
und über das Website-Special 

Dienstag, 27. Oktober 2015

Rezension zu "Layers" von Ursula Poznanski



Futuristische Technik trifft auf schwachen Portagonisten

„Layers“ ist der aktuelle Jugendbuch-Thriller der österreichischen Bestseller-Autorin Ursula Poznanski, die zuletzt mit ihrer dystopischen Eleria-Trilogie über eine in einer Eiszeit versunkenen fernen Zukunft überzeugen konnte. Mit „Layers“ kehrt Poznanski in das Berlin der Gegenwart zurück:

Dorian ist von zu Hause ausgerissen und schlägt sich allein auf den Straßen Berlins durch. Als er eines Nachts in der Unterführung, die er sich als Schlafplatz gewählt hat, mit dröhnenden Kopfschmerzen aufwacht, liegt neben ihm eine Leiche. Dorian ist entsetzt, denn bei dem Toten handelt es sich um den Obdachlosen Emil, mit dem er nur Stunden zuvor Streit hatte. Ist er möglich, dass Dorian selbst für seinen Tod verantwortlich ist? Wieso kann er sich nicht erinnern? In dem Moment, als Dorian schon befürchtet in Zukunft als Mörder auf der Flucht vor der Polizei untertauchen zu müssen, taucht ein junger Mann auf, der ihn zu kennen scheint, und bietet ihm an in der Villa eines Raoul Bornheim unterzutauchen, der sich dort um Jugendliche in Not kümmert und ihnen mit Schulunterricht und einem Dach über dem Kopf helfen möchte, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Verzweifelt, wie er ist, nimmt Dorian das Angebot an und findet in der Villa tatsächlich Hilfe. Die kleineren Aufträge, die er dafür für Bornheim erledigen soll, erscheinen ihm zwar merkwürdig, doch um die Sicherheit der Villa nicht zu verlieren, stellt Dorian keine Frage – bis er eines Tages bei einem solchen Auftrag einen Fehler macht und von diesem Augenblick an von seinen vermeintlichen Rettern gnadenlos gejagt wird…

Zunächst hat mir die Idee von „Layers“ wirklich sehr gut gefallen. Die Entwicklung der Handlung funktionierte trotz oder gerade wegen der großen Einschnitte in Form des plötzlichen Mordes, für den der Protagonist Dorian möglicherweise verantwortlich ist, und der unerwarteten Hilfe eines wohltätigen Fremden. Die Ungewissheit über Dorians Rolle beim Todesfall des Obdachlosen Emil erzeugten Spannung und die scheinbar so heile Welt in der Villa des sympathischen Bornheims weckt im Protagonisten wie im Leser gleichermaßen ein mulmiges Gefühl. Ist das nicht alles schon zu gut um wahr zu sein? Die Autorin versteht es hervorragend, alle Beteiligten im Unklaren zu lassen und dem Leser immer wieder zu neuen Fantasien bezüglich der Villa und der Absichten ihres Betreibers anzuregen, lange bevor sie ihren Protagonisten den Rätseln auf die Spur kommen lässt.

Das Geheimnis, auf das Dorian stoßen wird und das ihn in große Gefahr bringt, mutet im ersten Moment zwar sehr futuristisch an, zeigt aber durchaus sehr realitätsnahe Bezüge und zog mich als Leser durch die Vorstellung bereits heutiger technischer Machbarkeiten in seinen Bann – genaueres soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Leider verlor der Thriller dann gerade im Mittelteil, als die Gefahr für Dorian immer greifbarer wurde und wilde Jagdszenen das Geschehen bestimmten, zunehmend an Spannung.

Dies lag für mich zum einen am Protagonisten Dorian selbst. Er entwickelte sich in beeindruckender Geschwindigkeit vom problematischen Jugendlichen, der sich noch vor Kurzem auf der Straße durchgeschlagen hatte, zu einem recht nervigen Naivling, der sich zu oft von den gleichen Tricks täuschen lässt und kaum dazu lernt. Stattdessen werden seine immer gleichen Reaktionen dem Leser mit sich stark ähnelnden Formulierungen jedes Mal aufs Neue erklärt, was bei mir allerdings mit der Zeit Langeweile und schwindendes Verständnis hervorrief.

Zum anderen kommt „Layers“ ab einem bestimmten Punkt in seiner Handlung leider auch nur noch schleppend voran. Das Auf-der-Stelle-treten des Protagonisten lähmt letztendlich auch die Erzählung im Ganzen. Dorian irrt zu lange zu ziel- und planlos durch die Gegend und wendet die gleichen Strategien wiederholt an, bevor es zu einer – in der Regel leider von außen herbeigeführten – Veränderung seines Verhaltens kommt. Dadurch wirkt der Hauptcharakter zunehmend blasser und entwickelt zu wenige eigene Ideen und Taktiken, um noch interessant zu wirken.

Die Längen im Mittelteil, die sich auch ganz konkret durch viele mit Wiederholungen ähnlicher Szenarien gefüllte Seiten ausdrücken, lösten sich erst am Ende, in Form eines großen, bildgewaltigen Showdowns, bei dem es Dorian zwar wiederrum nicht gelingt, sich als starker, entwicklungsfähiger Charakter zu zeigen, die Autorin jedoch mit Wendungen aufwarten kann, die noch einmal zu überraschen wissen und Dorians Schwäche mit einbinden.

Leider täuschte der stärkere Schluss nicht darüber hinweg, dass ich am Ende nicht ganz glücklich mit der Gewichtung der einzelnen Teile der Geschichte bin. Dorian zu verstehen fiel mir unter anderem auch deswegen so schwer, weil ich eine während seiner Flucht fast übermächtig präsente Liebesgeschichte in ihrer Entstehung während Dorians Zeit in der Villa als nicht annähernd so dominant oder wichtig für den Protagonisten wahrgenommen habe. Hier wären vielleicht zu Beginn der Geschichte einige Seiten mehr sinnvoll gewesen, um mir das Mädchen seiner Träume und seine Gefühle für sie näher zu bringen, da es hinterher doch genau diese sein werden, die fast jeden Schritt seines Handelns bestimmen. 

Fazit: „Layers“ von Ursula Poznanski ist ein Thriller, der mich am Anfang durch seine Rätsel in den Bann zog, danach aber leider durch Wiederholungen an Spannung verlor und mich mit einem recht naiven Protagonisten langweilte. Erst am Ende konnte mich die Geschichte noch einmal mitreißen, doch die Längen konnte es nicht ausbügeln. Besonders Fans der virtuellen Welt und technischer Möglichkeiten können mit „Layers“ jedoch auf ihre Kosten kommen, wenn sie sich von einer hin und wieder auf der Stelle tretenden Handlung nicht abschrecken lassen. Ich bewerte „Layers“ als durchschnittliches Lesevergnügen mit Höhen und Tiefen mit drei Sternen.




Allgemeine Informationen

Ausgabe: Klappenbroschur
Erschienen: 17. August 2015
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Seiten: 448 Seiten
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-8230-5
Preis: € [D] 14.95

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage


Sonntag, 4. Oktober 2015

Kochbuch-Rezension zu "Craft Beer Kochbuch" von Stevan Paul, Torsten Goffin und Daniela Haug



Bier im und zum Essen

Das "Craft Beer Kochbuch" von Stevan Paul (Rezepte), Torsten Goffin (Texte) und Daniela Haug (Fotos) ist eine gelungende Verbindung zwischen klassischen Sach- und Kochbuch, das seinem Leser den aktuellen Trend der "Craft" Biere, der "handwerklichen" Biere aus - vergleichsweise kleinen, mitunter sehr spezialisierten - Brauereien näher bringt.


Samstag, 3. Oktober 2015

Rezension zu "Schimmert die Nacht" von Maggie Stiefvater


Spin-Off mit ganz besonderen Protagonisten

Fortsetzungen oder Spin-Offs von an sich abgeschlossenen Reihen lösen in mir in der Regel keine Begeisterungsstürme aus - irgendwann muss die durch den Autoren vorgegebene Geschichte enden und das weitere Leben der Figuren der Fantasie des Lesers übergeben werden, sonst droht die Gefahr mit der Handlung immer weiter abzudriften und entweder in Belanglosigkeiten oder Absurditäten zu versinken bis selbst der größte Fan seinen geliebten Charakteren nichts mehr abgewinnen kann.

Einen solchen Weg sah ich nun möglicherweise auch eine meiner Lieblingsreihen, die Mercy-Falls-Trilogie der wortgewandten US-amerikanischen Autorin Maggie Stiefvater, einschlagen, als sich "Schimmert die Nacht" ankündigte - ein Spin-Off über die Protagonisten Cole und Isabel, die ab dem zweiten Band "Ruht die Licht" neben Sam und Grace bereits in der ursprünglichen Büchern als Ich-Erzähler aufgetreten waren. Zwar blieb ihre parallel verlaufende Liebesgeschichte am Ende der Trilogie offen, doch die Werwolf-Problematik, die den Contemporary-Fantasy-Kern der Handlung ausgemacht hatte, war an sich abgeschlossen. Gab es dort also tatsächlich noch Stoff für ein Spin-Off oder würde "Schimmert die Nacht" mir das Ende meiner geliebten Trilogie nachträglich verderben? Sehr skeptisch habe ich dennoch nach längerem Zögern zu lesen begonnen - ganz und gar ignorieren konnte ich ein Maggie-Stiefvater-Werk dann doch nicht - und folgende Geschichte vorgefunden...

Inhalt: Cole St. Clair kehrt dem Anwesen in Minnesota den Rücken. Ein Internet-TV-Sender, möchte in Los Angeles eine Reality-Show mit ihm produzieren und er fühlt sich nach all der Zeit bereit wieder in die Rolle des Ex-NARKOTIKA-Leadsängers und Keyboarders zu schlüpfen und mit neuer Band ein neues Album aufzunehmen. Doch insgeheim führen Cole noch andere Pläne nach L.A.: Isabel Culpeper lebt dort mit ihrer Mutter und Cole möchte sie zurückgewinnen. Isabel ist allerdings weniger begeistert, als er plötzlich vor ihr steht. Sie hat ein neues Leben begonnen und fürchtet, dass Coles neu erwachtet Rockstar-Leben ihn wieder in den Sumpf aus Alkohol und Drogen zieht, der für ihn damals bei den Wölfen in Mercy Falls geendet hatte.... 

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Kochbuch-Rezension zu "Vom Glück, gemeinsam zu essen" von Leo und Karl Wrenkh



abwechslungsreich, exotisch, farbenfroh

In "Vom Glück, gemeinsam zu essen - Aufgetischt für jeden Ernährungsstil" präsentieren die Brüder Leo und Karl Wrenkh ein ungewöhnliches Konzept zum Kochen für Gäste. Die Wiener Gastronomensöhne und Köche präsentieren auf 176 Seiten rund 70 Rezepte, die nicht in klassische Kategorie sondern in 14 "Tische" unterteilt sind. Jeweils drei bis fünf herzhafte und in der Regel eine süße Komponente ergeben einen solchen Tisch, bei dem alle Gerichte zeitgleich serviert und dem Gastgeber so die Möglichkeit geben sollen, die Zeit mit seinen Gästen zu verbringen, statt zwischenzeitlich in der Küche verschwinden und für Nachschub sorgen zu müssen.

Die Umsetzung dieser Grundidee überzeugte auf den ersten schnellen Blick - nicht nur schienen die 14 Tische abwechslungsreich zu sein, auch die Auslegung der Rezepte für jeweils eine Person und eine vorab angegebene Umrechentabelle zur Vervielfältigung der Menge entsprechend der erwarteten Gästezahl passten ebenso zum Konzept wie eine vor jedem "Tisch" durchnummerierte Checkliste zur entspannten parallelen Vorbereitung des Essen. Allerdings ließen sich nicht alle Rezepte mit dem Wunsch, alle Speisen gleichzeitig zu servieren, vereinbaren. Macht es beispielsweise Sinn, das "warme Schokoladentörtchen" oder das "Dattel-Joghurt-Eis" auf den Tisch zu bringen, wenn vorab noch der Verzehr der herzhaften Speisen ansteht, während die Raumtemperatur ihnen die gewünschten Eigenschaften raubt? Zumindest bei einigen Rezepten wird die Grundidee daher nicht konsequent verfolgt und eine kurze Abwesenheit des Gastgebers zugunsten des kulinarischen Genusses scheint unabdingbar.

Daneben versprach das Kochbuch außerdem, Gäste mit unterschiedlichen Essgewohnheiten durch die vorgestellten Rezepte mit entsprechender Kennzeichnung und alternativen Varianten problemlos zum gemeinsamen Essen an einen Tisch zu bekommen - egal ob vegan, vegetarisch, laktose- oder glutenfrei, für jeden sollte etwas dabei sein.


Allerdings machte sich hierbei schnell die erste Ernüchterung breit. Zwar ist die piktografische Markierung durch farbige Symbole gelungen, doch die Anmerkungen zu beispielsweise veganen Varianten waren selten und in der Regel nicht besonders überraschend - sie gehen über Vorschläge "veganen Joghurt" oder "Zucker statt Honig" zu verwenden kaum hinaus. So bleibt trotz der ambitionierten Ankündigung, "Vegetarier, Fleischesser und Veganer an einen Tisch" zu bekommen, das altbekannte Problem auch bei den vorgeschlagenen Menüs dieses Kochbuchs erhalten: Die veganen oder vegetarischen Gäste müssen sich mit weniger Komponenten begnügen als die übrigen - oder der Gastgeber ergänzt durch eigene Rezepte. Da wären ein, zwei rein vegane/glutenfreie Tische zusätzlich wohl zielführender gewesen.


Stattdessen gliedern sich die Tische thematisch nach Jahreszeiten, Anlässen ("Sonntag", "Picknick"), Spezialitäten wie die französische Pizzavariante "Pissaladière" oder die japanische Nudel "Soba" und internationalen Länderküchen ("Kuba", "Israel", "Sri Lanka"). Alles in Allem zeigt sich hier eine Vorliebe zur Exotik, die das Kochbuch auf der einen Seite sehr abwechslungsreich aufgrund seiner zahlreichen kulinarischen Einflüsse macht, auf der anderen Seite aber bereits beim Durchblättern gelegentlich den Wunsch nach regional-mitteleuropäischen/-österreichischen Komponenten weckte. Trotz ihrer internationalen Vielfalt bleiben die Gerichte allerdings recht bodenständig, Vertreter einer eher filigranen, feinen Küche sind nicht zu finden.


Optisch kommt "Vom Glück, gemeinsam zu essen" in moderner, matter Gestaltung mit gleich zwei praktischen Lesebändchen als hochwertiges Hardcover daher. Hübsch arrangierte und farbenfrohe Fotos zu jedem Tisch und jedem Rezept, ergänzt durch Landschafts- und Personenaufnahmen, zeigen eine ausgeprägte Liebe zum Detail. Vor jedem "Tisch" erklärt ein einleitender Text die jeweilige Zusammenstellung, wobei mehr informative Worte und weniger persönliche Anekdoten wünschenswert gewesen wären. 

Fazit: "Vom Glück, gemeinsam zu essen" verfolgt mit der Zusammenstellung von "Tischen" anstelle einer klassischen Menüabfolge ein interessantes Konzept, das weitestgehend als gelungen bezeichnet werden kann, auch wenn zwischen Werbetext und Wirklichkeit leichte Abstriche gemacht werden müssen. Experimentierfreudige Hobbyköche, die exotischen Gerichten gegenüber aufgeschlossen sind und es eher bodenständig als fein mögen, werden an diesem modern gestalteten Kochbuch vermutlich ihre Freude haben. Denn (und damit das wichtigste zum Schluss) alle bisher nachgekochten Rezepte konnten geschmacklich überzeugen. 4 Sterne




 Allgemeine Informationen

Ausgabe: Gebunden
Erschienen: 31 August 2015
Seiten: 208
Rezepte: ca. 70
ISBN: 978-3-85033-940-7
Preis: € [D] 29.90

Weitere Informationen und ein Blick ins Buch auf der Verlagshomepage. 


Mittwoch, 23. September 2015

Rezension zu "Am Ende der Welt traf ich Noah" von Irmgard Kramer



Ungewöhnlich, seltsam und sehr spannend

"Am Ende der Welt fand ich Noah" ist ein Jugendroman der österreichischen Autorin Irmgard Kramer, der seine Leser mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte in ihren Bann zieht...

Als sich der Ich-Erzählerin Marlene eine Möglichkeit bietet, aus ihrem Leben zu entfliehen und ein Abenteuer zu beginnen, ergreift sie diese. Ein roter Koffer, der herrenlos herumsteht, erregt ihre Aufmerksamkeit und als ein Fahrer auftaucht, der die Besitzerin abholen will, gibt sie sich ohne lange Nachzudenken als Irina Pawlowa aus und lässt sich zu einer einsam gelegenen alten Villa fahren. In dieser Abgeschiedenheit lebt Noah, ein Junge, der diesen Ort aufgrund einer unerklärlichen Krankheit nicht verlassen kann und seine Zeit daher einzig mit drei Menschen verbringt: Der Nonne Schwester Fidelis, dem Koch Anselm und dem Gärtner Viktor. Während sich Marlene in Noah verliebt, kommt ihr einiges, was sich auf dem weitläufigen Gelände abspielt, immer rätselhafter vor...

Die Geschichte beginnt mit Marlenes Griff nach dem roten Koffer und ihrer schnellen Entscheidung, sich als Irina auszugeben, bereits reichlich ungewöhnlich - was denkt sich das junge Mädchen nur bei dieser waghalsigen Aktion, ohne das Wissen irgendeines anderen Menschen in ein Auto zu steigen und sich an einen unbekannten Ort fahren zu lassen? Sie schlägt Warnungen so leichtfertig in den Wind und hält ihre Tarnung entgegen aller Logik auch dann noch aufrecht, als bei mir als Leser bereits alle Alarmglocken schrillten. Doch schnell war auch ich von der geheimnisvollen Personenkonstellation und vor allem vom verschlossenen Noah in deren Zentrum so in den Bann gezogen, dass ich wie Marlene bereit war, so manche seltsame und kaum nachvollziehbare Entwicklung hinzunehmen, um nach und nach dem Geheimnissen in der alten Villa auf die Spur zu kommen.

Als sich dann noch die zarte Liebesgeschichte zwischen Noah und Marlene entfaltete, war ich längst Feuer und Flamme für den Roman und konnte ihn vor lauter Spannung kaum aus der Hand legen. Neben dieser Beziehung lebt der Roman vor allem von der Atmosphäre der abgeschiedenen Villa umgeben von Wald, Bergen und Seen - eine einsame Gegend, die, so weit entfernt von jeder Zivilisation, trotz aller Schönheit der Natur schon bald auch bedrohliche Seiten erahnen ließ.
Der Mythos dieses altertümlichen Hauses zwischen Verfallserscheinungen und Leerstand mit nur einer Handvoll Leuten auf einem zu großen Gelände spielt für die Stimmung der Geschichte eine große Rolle und zeigt, wie liebevoll detailliert die Autorin hier die intensiven emotionalen Gesichtspunkte der Handlung mit dem stimmungsvollen Ambiente der Umgebung verbindet. Zusammen mit dem sehr gelungenen Schreibstil beweist Irmgard Kramer ein außerordentlichen Gespür dafür, den Leser durch die von ihr geschaffene Welt zu verzaubern und ihn so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass er die reale Welt für einen Moment vergisst und sich voll und ganz auf die ungewöhnlichen Charaktere einlässt. Das hat mich sehr begeistert.

Mein einziger Kritikpunkt richtet sich an das Ende der Geschichte und das, obwohl gerade dieses auch ein riesiges Lob verdient. Hier überrascht die Autorin mit einem immer wirrer anmutendem Roadtrip, der in einer plötzlichen Wendung gipfelt, welche den gesamten Inhalt des Romans bis zu diesem Punkt um hundertachtzig Grad dreht, alles in Frage stellt und mich als Leserin mit ungeahnten Rätseln konfrontierte. Zwar war es zunächst spannend und gleichzeitig herausfordernd, die abrupt auftauchenden neuen Aspekte aus dem Leben der Ich-Erzählerin mit der vorangegangenen Handlung und den Charakteren gedanklich in Einklang zu bringen, und rückblickend ließ es mich in einigen zunächst verrückt wirkenden Details eine starke Symbolik erkennen, doch spätestens die letzten Seiten des Romans präsentierten mir eine neue "Wirklichkeit", die mich noch lange nach dem Schließen der Buchdeckel zwang, mich mit der Frage nach Illusion und Wahrheit zu beschäftigen.

Kann ich das Ende mit der Entwicklung der Geschichte und meiner eigenen Vorstellungskraft, meiner eigenen Idee von dem, was möglich ist, in Einklang bringen? Führt mich die Autorin hier erneut aufs Glatteis? Was ist echt, was nicht? Ich kann nur sicher sagen, dass ich auch mehrere Wochen nach dem Lesen zu keinem endgültigen Ergebnis gekommen bin. Insofern kann ich ohne Zweifel feststellen, dass dieser Roman sehr speziell ist und eine Tiefe besitzt, die Jugendliche wie Erwachsene gedanklich lange beschäftigen kann, doch obwohl ich die Wendungen dieser Geschichte nahezu genial finde, bleibt in ähnlich starker Ausprägung das Gefühl zurück, dass mir das Ende ein wenig zu plötzlich vor die Füße gefallen ist, als dass ich es in vollem Umfang akzeptieren könnte - weder "einfach so" noch nach langem Grübeln.

Fazit: "Am Ende der Welt traf ich Noah" ist ein Roman, der Jugendliche wie Erwachsene in seinen Bann ziehen kann und noch lange Stoff zum Nachdenken zurücklässt. So begeistert ich allerdings zunächst von der Atmosphäre und den Charakteren dieses Buches war, ganz am Ende habe ich ein wenig den Zugang zur Geschichte verloren. Daher vergebe ich trotz außergewöhnlich intensiver Gefühle, die ich mit Irmgard Kramers Werk verbinde, "nur" sehr gute 4 Sterne statt der vollen Punktzahl. Lesenswert ist es allemal.




Allgemeine Informationen

Ausgabe: Gebunden, mit Schutzumschlag
Erschienen: 27. Juli 2015
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Seiten: 352 Seiten
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3785581278
Preis: € [D] 17.95


Leserpobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage zum Buch



Montag, 21. September 2015

Rezension zu "Young World - Die Clans von New York" von Chris Weitz




Postapokalyptische Teenager-Welt

"Young World - Die Clans von New York" ist der Debütroman des US-amerikanischen Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseurs Chris Weitz, der sich unter anderem für die Verfilmung des zweiten "Twilight"-Bandes, "New Moon", verantwortlich zeichnet. Mit diesem Auftakt einer Trilogie, der vom Verlag ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen wird, widmet sich Weitz einem postapokalyptischen Szenario vor der beeindruckenden Kulisse eines im Chaos versunkenen New Yorks. 

Inhalt: Rund ein Jahr ist vergangen, seit eine Seuche alle Erwachsenen und kleinen Kinder auf der ganzen Welt ausgerottet hat. Nur die Teenager sind übriggeblieben. In New York City organisieren sie sich in Clans, doch eine Zukunft scheint es für die Menschheit nicht zu geben, denn noch immer stirbt jeder, der das Erwachsenenalter erreicht, an der unbekannten Krankheit. Als der Washington-Square-Clan auf Hinweise stößt, die zur Heilung der Krankheit führen könnten, begeben sich fünf seiner Mitglieder auf eine gefährliche Reise quer durch die Stadt...

Der Roman beginnt recht gut: Der Leser ist bei einem Zusammentreffen des Washington-Sqaure-Clans mit Besuchern eines anderen Clans vor seinen Toren - gefolgt von einer spannenden, beunruhigenden Auseinandersetzung - mitten im Geschehen und bekommt dadurch direkt einen Eindruck von der Struktur dieser postapokalyptischen Welt, die nur noch aus Teenager besteht, von den Sorgen und Nöten des Clans und von den Gefahren, die außerhalb ihres abgeschotteten Territoriums lauern. Auf diesen ersten Seiten schafft der Autor außerdem bereits erste emotionale Höhen und Tiefen, welche die Charaktere zugänglich machen. Leider kann Weitz dieses Niveau nicht halten.

Die erste Schwäche offenbart sich nach einigen Kapiteln bereits im Schreibstil beziehungsweise in den unterschiedlichen Sprachstilen, die der Autor den beiden Hauptfiguren und Ich-Erzählern zugedacht hat. Zunächst funktionierte diese Unterteilung recht gut und unterstützte die ersten Eindrücke von Jefferson - gutaussehender, gebildeter Dann-und-Wann-Nerd und Anführer des Washington-Square-Clans - und Donna - sarkastisches, locker, gelegentlich leicht wirr daher redendes Power-Mädchen, das immer einen Spruch auf den Lippen hat und die Apokalypse "Poky" nennt. Zu Anfang gelingt der Versuch, die beiden Persönlichkeiten auch durch ihre unterschiedliche Sprache authentisch darzustellen, doch im Laufe der Geschichte scheint dieses Anliegen in Vergessenheit zu geraten - zu oft erzählten Jefferson und Donna ähnlich neutral, sodass sie ein einziger unabhängiger Erzähler hätten sein können, wären da nicht die Ich-Perspektive und die für jeden der beiden charakteristische Schriftart gewesen, die zumindest optisch noch erkennen ließ, wer im aktuellen Kapitel am Zug war, wenn es dank sprachlichem Einheitsbrei längst nicht mehr möglich war.

Neben Donna und Jefferson konzentriert sich die Handlung auf drei weitere Mitglieder des Clans, die zusammen mit den beiden aufbrechen, um sich auf die Suche nach Forschungsergebnissen zu machen, die ihnen möglicherweise bei der Heilung der Krankheit helfen könnten. Alle Intelligenz der kleinen Truppe konzentriert sich dabei in einer Figur, genannt Brainbox. Jeffersons Freund ist ein Genie mit eingeschränkten sozialen Kompetenzen, der mit einer gewissen Undurchsichtigkeit zu einem interessanten Charakter mit Konfliktpotenzial getaugt hätte, hätten die Ich-Erzähler sich gelegentlich die Zeit genommen, ihn genauer zu durchdenken und ihn somit mehr ins Blickfeld des Lesers zu bringen. Stattdessen sind die beiden im Wesentlichen auf sich selbst fokussiert. Während bei Donna durch ihre Erinnerungen an ihren kleinen Bruder Charlie noch ein gewisser Zugang auf menschlicher Ebene möglich ist, wird Jefferson zunehmend unsympathischer, schwankt zwischen plumpem Macho und bettelndem Weichei und entwickelt sich eher zum kaltblütigen Mann fürs Grobe als zu einem überzeugenden Anführer. Das ausgerechnet er und Donna für eine Liebesgeschichte, angefacht seit Kindergartentagen, herhalten müssen, wirkt an den Haaren herbeigezogen, denn zumindest ich konnte zwischen den beiden Protagonisten nichts Verbindendes oder gar Romantisches ausmachen.

Aufgefüllt wird die Reisegruppe von der kleinen Geheimwaffe SeeThrough, die in meinen Augen ihr Potenzial ähnlich wie Brainbox nicht entfalten konnte, und Peter, einem Freund von Donna, der mehr oder weniger grundlos Teil der Gemeinschaft wird und derart unwichtig war, dass ich in dem sehr christlichen, homosexuellen Afroamerikaner leider nicht mehr entdecken konnte als die Erfüllung einer religiösen, sexuellen und ethnischen Quote - alles vereint in einer Figur, die, wenn sie denn überhaupt mal in Erscheinung tritt, maximal nervt.

Die Handlung entwickelt sich derweilen zu einer Aneinanderreihung von Etappen, deren Verbindung nicht gelingen will. Es scheint als wollte der Autor möglichst viele unterschiedliche Gesellschaftsmodelle darstellen, die in einer postapokalyptischen Welt dankbar wären. So reiht sich ein Clan an den nächsten, für ein Jugendbuch sehr blutige Kämpfe werden ausgefochten, Gegner aufgebaut und Verbündete eingeflochten, doch nichts scheint am Ende noch Relevanz zu haben. Es bleibt abzuwarten, ob sich all diese Fäden noch einmal in den folgenden beiden Teilen der Trilogie aufnehmen lassen oder ob jede dieser Etappen tatsächlich so unabgeschlossen abhackt verbleiben wird. Ich jedenfalls konnte keine fortlaufende Handlung erkennen.

Zu guter Letzt ergänzen weitere Kleinigkeiten den eher unrunden Gesamteindruck dieses Romans. Warum die Seuche im Harry-Potter-Stil "Das, was passiert ist" genannt wurde, erschloss sich mir genauso wenig, wie einige beschriebene Szenerien, darunter zum Teil auch das von Waffen und Blut dominierte Zusammenleben der Clans, die ich für die postapokalyptische Grundidee einer tödlichen Krankheit, die in absehbarer Zeit die gesamte Menschheit dahingerafft haben würde, nicht authentisch fand. Zwar versucht der Autor Erklärungen zu präsentieren, aber richtig glaubwürdig wurde die gesamte Konstruktion für mich nicht, sodass ich auch zu der Atmosphäre der "jungen Welt" keinen rechten Zugang finden konnte. 

Fazit: Leider enttäuschte mich "Young World - Die Clans von New York" nach den ersten starken Seiten zunehmend. Die Hauptcharaktere sind profillos und unsympathisch, ihre Begleiter bleiben zu blass, die Idee scheint zu unausgereift und die Handlung zu unzusammenhängend. Am Ende kann ich diesem blutigen Trilogie-Auftakt nicht viel abgewinnen und vergebe nur 2 von 5 Sternen - für die Folgebände bleibt viel Luft nach oben.




Die Trilogie
  1. "Young World - Die Clans von New York" (Sep. 2015, engl. Originaltitel: "The Young World")
  2. ??? (engl. Originaltitel: "The New Order")
  3. ???


Allgemeine Informationen

Ausgabe: Gebunden, mit Schutzumschlag
Originaltitel: The Young World
Erschienen: 22. September 2015
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Seiten: 384 Seiten
Verlag: dtv
ISBN: 978-3423761215
Preis: € [D] 18.95


Leserpobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage zum Buch
und über das Website-Spezial 

Montag, 1. Dezember 2014

Kochbuch-Rezension zu "Peace Food - Vegano Italiano: Das Kochbuch" von Ruediger Dahlke


Italienisch und vegan - eine durchwachsene Umsetzung

„Peace Food – Vegano Italiano: Das Kochbuch“ von Ruediger Dahlke ist ein Kochbuch, das mir aufgrund meiner Vorliebe für die italienische Küche aufgefallen ist und mir – so zumindest meine Intention – als Nicht-Veganerin die Möglichkeit geben sollte, überzeugende Rezepte zu finden, die auf den Einsatz tierischer Produkte vollständig verzichtet.


Dienstag, 4. November 2014

Rezension zu "Indigo - Das Erwachen" von Jordan Dane



Gelungener Auftakt einer Urban-Fantasy-Reihe

„Indigo – Das Erwachen“ von Jordan Dane ist der Auftakt einer Jugendbuch-Fantasy-Reihe, der durch sein zum Titel passendes strahlend blaues Cover direkt ins Auge springt. 

Inhaltlich geht es um Folgendes: Rayne Darbys jüngerer Bruder Lucas flieht aus der psychiatrischen Einrichtung, in die ihre ältere Schwester Mia ihn nach dem Tod der Eltern einwiesen ließ. Rayne beschließt ihn zu suchen, doch das ist alles andere als ungefährlich, denn eine zweifelhafte Sekte, die Church of Spiritual Freedom, sucht ebenfalls nach Lucas und schreckt vor nichts zurück. Als Rayne in Gefahr gerät, ist es ein Junge namens Gabe, der sie rettet – indem er in blaue Flammen aufgeht. Es scheint eine Verbindung zu ihrem Bruder zu geben…

Die Grundidee der Romans empfand ich von vornherein als überzeugend. Die Autorin verbindet in „Indigo“ Fantasy mit der Idee einer evolutionären Weiterentwicklung der Menschheit, die sich in paranormalen Fähigkeiten von Gedankenmanipulation bis hin zum Kontakt ins Totenreich äußert. Die Verbindung gelingt Jordan Dane recht gut, die Umsetzung der ungewöhnlichen Idee funktioniert durch sehr bildhafte, gut vorstellbare Beschreibungen und einem Aufbau, der zwar noch einige Details im Ungewissen lässt, die Entwicklung der einzelnen Gruppierungen sowie die Herkunft der sogenannten Indigo-Kinder aber Stück für Stück logisch und glaubhaft erklären kann und dem Roman damit ein solides Grundgerüst verschafft.

Sonntag, 2. November 2014

Rezension zu "Endgame - Die Auserwählten" von James Frey


Spannender Endzeit-Thriller

„Endgame – Die Auserwählten“ von James Frey ist mehr als nur der Reihenauftakt zu einer neuen apokalyptischen Trilogie, die mit einer Altersempfehlung ab 16 Jahren nicht mehr als klassisches Jugendbuch sondern in das neu gewachsene Genre der All-Age-Literatur einzuordnen ist. Darüber hinaus ist es angelegt als multimediales Großereignis, bestehend aus einer geplanten Verfilmung, für alle Figuren angelegte Profile in sozialen Netzwerken, Events in diversen Städten, einem Augmented-Reality-Game und nicht zuletzt einem im Roman versteckten Kryptorätsel, bei dessen Lösung ein Gewinn von 500 000 US-Dollar in Gold winkt. Dementsprechend groß wurde die Veröffentlichung von „Endgame“, in 30 Ländern weltweit am gleichen Tag, auch beworben, was einen gewissen Hype um das Buch auslöste.

Nichtsdestotrotz sehe ich das Kryptorätsel und all die interaktiven Zusätze in erster Linie als Erweiterungen zum Lesen, welche die Geschichte selbst aber nicht mehr oder weniger lesenswert machen sollten. Daher habe ich mich auch in erster Linie von der inhaltlichen Beschreibung dieses, wie ich es bezeichnen würde, endzeitlichen Action-Thrillers zum Kauf verleiten lassen und mich beim Lesen zunächst nur auf die Geschichte konzentriert – wie bei jedem anderen Roman auch – und mich nicht von der Suche nach kryptischen Hinweisen ablenken lassen.

Und darum geht es inhaltlich: 12 Meteoriten schlagen auf der Erde ein, an den Wohnorten von 12 ganz bestimmten Menschen – den aktuellen Spielern der 12 Geschlechter, in die sich die gesamte Erdbevölkerung unterteilt. Seit Jahrtausenden haben die Eingeweihten der Geschlechter auf dieses Ereignis gewartet und ihre Spieler dafür trainiert. Endgame hat begonnen. Jetzt müssen die Spieler aufbrechen und sich einem Wettkampf auf Leben und Tod rund um den Globus stellen. Nur einer kann gewinnen und so das Überleben seines ganzen Geschlechts sichern….

Sonntag, 26. Oktober 2014

Rezension zu "Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater



Maggie Stiefvater sorgt für Gänsehaut

„Wen der Rabe ruft“ von Maggie Stiefvater ist der Auftakt einer neuen Urban-Fantasy-Reihe, die wie schon die vorangegangenen Bücher der amerikanischen Erfolgsautorin im Bereich der All-Age-Literatur anzusiedeln ist und vom Verlag ab 16 Jahren empfohlen wird. Stiefvater begibt sich mit diesem auf insgesamt vier Bände ausgelegten Mehrteiler in den Bereich des Paranormalen: Wahrsager, Geister und alte Energien tief unter der Erde sorgen für Gänsehaut…

Kurz zum Inhalt: Blue ist die Tochter einer Wahrsagerin und hilft jedes Jahr in einer Aprilnacht ihrer Familie dabei, die Seelen der Menschen zu begrüßen, die bald sterben werden, obwohl sie selbst nicht über die Gabe verfügt, Geister zu sehen. Doch in diesem Jahr sieht Blue einen einzigen: Den Geist eines Jungen namens Gansey. Bedeutet das, dass sie für den Tod dieses Unbekannten verantwortlich sein wird? Immerhin lebt sie seit ihrer frühesten Kindheit mit einer Prophezeiung: Wenn sie ihre wahre Liebe küsst, wird dieser Junge sterben.
In der gleichen Stadt suchen vier Jungen nach einem alten Energiepfade, einer Ley-Linie, an der einer Legende nach Glendower, ein mächtiger walisischer König, begraben liegen und auf seine Erweckung warten soll. Einer dieser Jungen ist Gansey…

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Rezension zu "Er ist wieder da" von Timur Vermes (Hörbuch)



Genialer Sprecher in gelungener Satire
 
Der Debütroman des Journalisten Timur Vermes wurde in Deutschland zum Bestseller. Die originelle Idee, Adolf Hitler in heutiger Zeit wie nach einer Zeitreise erwachen zu lassen, hat auch mich neugierig gemacht und ließ mich zum von Christoph Maria Herbst gelesenen Hörbuch greifen.

Zum Inhalt: Im Sommer 2011 erwacht Adolf Hitler, gerade noch seinem Ende im Führerbunker entgegenblickend, in Berlin. Der Krieg ist offensichtlich zu Ende und auch sonst scheint sich in Deutschland einiges verändert zu haben. Hitler beschließt in dieser Welt, die ihn unverständlicher Weise für einen Doppelgänger seiner selbst hält und ausgesprochen komisch findet, erneut die Macht zu ergreifen. Und so landet Hitler beim Fernsehen – als neuer Star einer Comedy-Show…

Die Handlung beginnt ohne große Umschweife. Hitler erwacht in Berlin, er ist wieder da, 2011. Warum weiß der Leser nicht und auch der Ich-Erzähler Adolf Hitler persönlich hat keine Ahnung, was ihn plötzlich 66 Jahre in die Zukunft befördert hat. Das ist allerdings auch nicht wichtig. Er ist da und nach den ersten Hürden der Eingewöhnung wieder voller Tatendrang – die Rückkehr an die Spitze wird vorbereitet, was Hitler in diverse urkomische Situationen und das ein oder andere Mal an die Grenze seiner Geduld bringt.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Rezension zu "Teardrop" von Lauren Kate



Atlantis und die Tränen eines Mädchens

„Teardrop“ ist der Auftakt einer neuen Young-Adult-Reihe der amerikanischen Autorin Lauren Kate. Nachdem sie sich in ihrer vorrangegangenen Tetralogie den Engeln gewidmet hatte, wendet sie sich in ihrem neuen Werk der sagenumwobenen versunkenen Stadt Atlantis zu.

Kurz zum Inhalt: Die 17-jährige Eureka hat ihre Mutter bei einem schweren Unfall verloren, den sie selbst nur knapp überlebte. Dennoch hat sie nicht eine Träne vergossen – als Kind musste Eureka ihrer Mutter versprechen niemals zu weinen und daran hält sie sich.
Als Eureka gerade dabei ist den traumatischen Tod ihrer Mutter zu überwinden, taucht erst der gutaussehende Ander immer wieder in ihrer Nähe auf, dann verhält sich auch noch ihr langjähriger bester Freund Brooks immer merkwürdiger und Eureka erfährt, dass ihre Mutter ihr rätselhafte Gegenstände hinterlassen hat. Langsam dämmert es ihr: Es gibt Geheimnisse, von denen ihre Mutter ihr nie erzählt hat – und nun schwebt Eureka in großer Gefahr….


Zunächst fand ich die Grundidee ziemlich interessant. In der Urban-Fantasy – gerade im Jugendbuch-Segment – sind, da sich der Trend schon über Jahre hält, mittlerweile mehr oder weniger alle Themen zumindest schon einmal angeschnitten, wenn nicht sogar so häufig behandelt worden, dass sie mit der Zeit die Grenze der Überreizung erreicht haben. Vampire, Werwölfe, Hexen, Feen und, ja, auch Unterwasserwesen sind in der Buchhandlungen mehrfach als Protagonisten zu finden – aber Atlantis? Die mystische versunkene Stadt? Sicher ist auch das keine neue Idee, aber zumindest versprühte der Roman zusammen mit dem wirklich bezaubert schönen und gleichzeitig düsteren Cover eine Hauch von Frische. Mein Kopfkino freute sich auch Unterwasserwelten voller Magie, dargestellt in bildhaften Beschreibungen einer nicht mehr ganz unerfahrenen Autorin….

Freitag, 30. Mai 2014

Rezension zu "Die Analphabetin, die rechnen konnte" von Jonas Jonasson



Dem Stil treu geblieben

„Die Analphabetin, die rechnen konnte“ ist nach dem Bestsellererfolg „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ der zweite Roman des schwedischen Autors Jonas Jonasson.

Zum Inhalt: Nombeko, ein Mädchen im südafrikanischen Slum, kann nicht lesen, ist aber im Kopfrechnen jedem überlegen. So schafft sie es raus aus dem trostlosen Armutsviertel, ist am Bau von Atomwaffen beteiligt und gelang über Umwege nach Schweden, wo Zwillinge leben, von denen nur einer existiert – der andere nicht…

Die eindeutig beabsichtigte Ähnlichkeit der Titel, die sich auch in der Covergestaltung wiederfindet, deutet es schon an: In neue Gefilde wagt sich Jonasson nicht vor. Er bleibt seinem Schema aus einer weltumspannenden Handlung über längere Handlungszeiträume treu. Auch an Absurdität steht das zweite Werk dem erfolgreichen Debüt in nichts nach.

Wer den Hundertjährigen mochte, wird in der Analphabetin, verkörpert durch die Südafrikanerin Nombeko, eine Nachfolgerin finden, deren Geschichte stilistisch weder eine Weiterentwicklung noch einen Rückschritt darstellt. Die distanzierte Sprache mit überwiegend indirekter Rede, der auf Missverständnissen und unerwartete Direktheit in skurrilen Situationen beruhende Humor, die Kreativität, die sich in den einzelnen liebevoll erdachten und wie zufällig eingestreuten Figuren verbirgt – die Gemeinsamkeiten beider Romane überwiegen deutlich.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Rezension zu "Der Distelfink" von Donna Tartt


 Schöne Sprache, dünner Inhalt

„Der Distelfink“ von Donna Tartt ist ein Roman, der das Schicksal eines Jungen im modernen Amerika mit einem von ihm gestohlenen Gemälde verbindet – in der gebundenen Ausgabe auf 1024 Seiten.

Kurz zum Inhalt: Der dreizehnjährige Theo besucht mit seiner alleinerziehenden Mutter ein Museum in New York, als sich sein Leben auf einen Schlag verändert. Ein Gemälde aus dem Museum, „Der Distelfink“, das er heimlich mitgehen ließ, begleitet ihn von nun an, während er bereits in jungen Jahren den Boden unter den Füßen verliert.

Unter normalen Umständen würde ich den Inhalt klarer anschneiden. Bis zum ersten Wendepunkt der Geschichte, nie mehr als ein guter Klappentext, kurz zusammenzufassen, worum es geht, um dem zukünftigen Leser einen Einblick zu geben, halte ich an sich nicht nur für legitim sondern fast für notwendig. Doch bei diesem Roman fällt mir das schwer, denn der Anfang ist mit seiner Tragik, seinem Tempo und seiner Emotionalität eigentlich schon der beste Teil des gesamten 1000-Seiten-Werkes und, auch wenn dieser Anfang bereits gut 200-300 Seiten umfasst, wird der Klappentext des Verlags dort für meinen Geschmack bereits zu konkret.

Samstag, 17. Mai 2014

Rezension zu "Ewiglich die Liebe" von Brodi Ashton



Ein würdiger Abschied von den Ewiglichen

„Ewiglich die Liebe“ ist das Finale der „Ewiglich“-Trilogie, einer Urban-Fantasy-Reihe aus der Feder der amerikanischen Autorin Brodi Ashton. Nach meiner großen Begeisterung für „Ewiglich die Sehnsucht“ und „Ewiglich die Hoffnung“ wurde der dritte und letzte Band nicht nur lange herbeigesehnt, sondern die Erwartungen waren auch entsprechend hoch. Findet die Autorin einen würdigen Abschluss für Nikki, Jack und den Ewiglichen Cole?

Bevor ich diese Frage – zumindest für mich – beantworte, vorab einige Worte zum Inhalt:
Nikki ist verzweifelt. Während Cole ihr geholfen hat, Jack aus den Tunneln des Ewigseits zu befreien, hat er sie gleichzeitig hinters Licht geführt. Durch eine List hat er ihr Herz gestohlen, um seine eigenen Pläne in die Tat umzusetzen. Nikki, die die hundertjährige Nährung des Ewiglichen überlebt hat, soll nun selbst zur Ewiglichen werden, die Königin Adonia stürzen und dann an seiner Seite über das Ewigseits herrschen.
Nikki und Jack bereiten sich darauf vor, ihr Herz zurückzubekommen, um ihre Wandlung zur Ewiglichen aufzuhalten, und das Ewigseits ein für alle Mal zu besiegen.
 

Der zweite Band der Trilogie endete mit einem Knall, als Cole nach der gelungenen Rettung von Jack in Nikkis Zimmer erschien und den kleinen Kompass mitnahm. Als er ihr dabei offenbarte, dass es sich bei dem unbekannten Gegenstand um ihr Oberweltherz handelte und er sie während ihres Aufenthalts im Ewigseits ohne ihr Wissen zu einer Ewiglichen gemacht hatte, schockierte das nicht nur Nikki. Auch der Leser wurde von dieser Wendung vollkommen überrascht und, dass er Nikki in eben diesem Moment notgedrungen verlassen musste, weil ihm die Seiten von „Ewiglich die Hoffnung“ ausgingen, kann sicherlich als besonders kluger Schachzug der Autorin betrachtet werden. Durch die starken Emotionen am Ende des zweiten Bandes, der nur wenige Seiten zuvor noch so ruhig und glücklich hätte enden können, wurden diese letzten Momente unvergesslich und die Vorfreude auf den finalen Band vervielfachte sich.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Rezension zu "Roter Mond" von Benjamin Percy

 
Werwölfe als Gesellschaftskritik

„Roter Mond“ von Benjamin Percy ist ein stark gesellschaftskritisch geprägter zeitgenössischer Fantasy-Roman, der die aktuelle, vom Terrorismus beeinflusste Geschichte der USA in eine alternative Wirklichkeit überträgt, in der Werwölfe und Menschen gemeinsam auf der Erde leben.

Zunächst noch einige Worte zum Inhalt: Als sein Vater zum Kriegsdienst einberufen wird, besteigt Patrick ein Flugzeug, das ihn nach Portland zu seiner Mutter bringen soll. Damit beginnen die schlimmsten Stunden seines Lebens, als sich während des Fluges ein Passagier, ein Lykaner, verwandelt und ein Blutbad anrichtet. Der terroristische Anschlag bleibt nicht der einzige…
Claire, eine junge Lykanerin, muss fliehen, als bewaffnete Männer in ihr Elternhaus eindringen. Ist das eine der ersten Gegenmaßnahmen der Regierung?
Chase Williams nutzt unterdessen die wachsende Angst in der Bevölkerung für seinen Wahlkampf. Der radikale Politiker hat große Ziele…
Das ganze Ausmaß der Anschläge ist dagegen noch lange nicht erreicht. Im Untergrund sammeln sich die Terroristen, um das Land endgültig ins Chaos zu stürzen.


Der Roman beginnt stark. Benjamin Percys Idee, die Erdbevölkerung als Mischung aus Menschen und Werwölfen darzustellen, gelingt und ergibt ein glaubwürdiges Gesamtbild. Lykaner existieren in diesem Szenario schon lang. Aufgrund einer Infektion und Mutation haben sie die Fähigkeit sich in ein wolfartiges Wesen zu verwandeln entweder durch Geburt oder durch Übertragung durch einen anderen Werwolf erhalten. Zwar leben sie zwischen den Menschen in der Regel ein normales, menschliches Leben, doch sie sind gezwungen, ihre Instinkte durch Medikamente zu kontrollieren, was von der Regierung überwacht wird.

Freitag, 2. Mai 2014

Backbuch-Rezension: "Törtchenzeit - all you need is sweet" von Sonya Kraus und Jessi Hesseler


Optisch schön, aber beim Nachbacken nicht überzeugend

Törtchenzeit – all you need is sweet“ ist ein Backbuch, das die Moderatorin Sonya Kraus gemeinsam mit der Food-Bloggerin Jessi Hesseler, Betreiberin des namensgebenden Blogs „Törtchenzeit“, veröffentlicht hat. 

Neben einigen einleitenden Back-Basics, aufgeteilt in Tipps zur Küchen-Grundausstattung und einem ABC wichtiger Begrifflichkeiten sowie Kurzanleitungen für Torten und Cupcakes, finden sich in diesem Backbuch Rezepte zu Muffins, Cupcakes und kleinen Torten mit einem maximalen Durchmesser von 20 Zentimetern, zu einigen anderen (süßen) Leckereien und auch alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken. Gegliedert ist das Buch dabei nach saisonalen oder familiären Anlässen – es gibt sowohl Rezepte für die Weihnachtszeit als auch Ideen zum Backen mit Kindern – und auch einige nette Geschenkideen und passende Do-it-Yourself-Bastelanleitungen sind vorhanden.

Der erste Eindruck von „Törtchenzeit“ war durch die abwechslungsreichen Rezepte daher recht positiv. Allerdings kannte ich den Blog „Törtchenzeit“ der Buch-Autorin, die laut Vorwort selbst eigentlich keine Kuchen isst, vorher noch nicht und habe ihn erst parallel zum Buch durchstöbert. Viele Rezepte sind auch dort zu finden, sodass das Buch wohl für regelmäßige Leser dieses Blogs weniger Neuheiten bereithält.