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Sonntag, 4. Oktober 2015

Kochbuch-Rezension zu "Craft Beer Kochbuch" von Stevan Paul, Torsten Goffin und Daniela Haug



Bier im und zum Essen

Das "Craft Beer Kochbuch" von Stevan Paul (Rezepte), Torsten Goffin (Texte) und Daniela Haug (Fotos) ist eine gelungende Verbindung zwischen klassischen Sach- und Kochbuch, das seinem Leser den aktuellen Trend der "Craft" Biere, der "handwerklichen" Biere aus - vergleichsweise kleinen, mitunter sehr spezialisierten - Brauereien näher bringt.


Donnerstag, 1. Oktober 2015

Kochbuch-Rezension zu "Vom Glück, gemeinsam zu essen" von Leo und Karl Wrenkh



abwechslungsreich, exotisch, farbenfroh

In "Vom Glück, gemeinsam zu essen - Aufgetischt für jeden Ernährungsstil" präsentieren die Brüder Leo und Karl Wrenkh ein ungewöhnliches Konzept zum Kochen für Gäste. Die Wiener Gastronomensöhne und Köche präsentieren auf 176 Seiten rund 70 Rezepte, die nicht in klassische Kategorie sondern in 14 "Tische" unterteilt sind. Jeweils drei bis fünf herzhafte und in der Regel eine süße Komponente ergeben einen solchen Tisch, bei dem alle Gerichte zeitgleich serviert und dem Gastgeber so die Möglichkeit geben sollen, die Zeit mit seinen Gästen zu verbringen, statt zwischenzeitlich in der Küche verschwinden und für Nachschub sorgen zu müssen.

Die Umsetzung dieser Grundidee überzeugte auf den ersten schnellen Blick - nicht nur schienen die 14 Tische abwechslungsreich zu sein, auch die Auslegung der Rezepte für jeweils eine Person und eine vorab angegebene Umrechentabelle zur Vervielfältigung der Menge entsprechend der erwarteten Gästezahl passten ebenso zum Konzept wie eine vor jedem "Tisch" durchnummerierte Checkliste zur entspannten parallelen Vorbereitung des Essen. Allerdings ließen sich nicht alle Rezepte mit dem Wunsch, alle Speisen gleichzeitig zu servieren, vereinbaren. Macht es beispielsweise Sinn, das "warme Schokoladentörtchen" oder das "Dattel-Joghurt-Eis" auf den Tisch zu bringen, wenn vorab noch der Verzehr der herzhaften Speisen ansteht, während die Raumtemperatur ihnen die gewünschten Eigenschaften raubt? Zumindest bei einigen Rezepten wird die Grundidee daher nicht konsequent verfolgt und eine kurze Abwesenheit des Gastgebers zugunsten des kulinarischen Genusses scheint unabdingbar.

Daneben versprach das Kochbuch außerdem, Gäste mit unterschiedlichen Essgewohnheiten durch die vorgestellten Rezepte mit entsprechender Kennzeichnung und alternativen Varianten problemlos zum gemeinsamen Essen an einen Tisch zu bekommen - egal ob vegan, vegetarisch, laktose- oder glutenfrei, für jeden sollte etwas dabei sein.


Allerdings machte sich hierbei schnell die erste Ernüchterung breit. Zwar ist die piktografische Markierung durch farbige Symbole gelungen, doch die Anmerkungen zu beispielsweise veganen Varianten waren selten und in der Regel nicht besonders überraschend - sie gehen über Vorschläge "veganen Joghurt" oder "Zucker statt Honig" zu verwenden kaum hinaus. So bleibt trotz der ambitionierten Ankündigung, "Vegetarier, Fleischesser und Veganer an einen Tisch" zu bekommen, das altbekannte Problem auch bei den vorgeschlagenen Menüs dieses Kochbuchs erhalten: Die veganen oder vegetarischen Gäste müssen sich mit weniger Komponenten begnügen als die übrigen - oder der Gastgeber ergänzt durch eigene Rezepte. Da wären ein, zwei rein vegane/glutenfreie Tische zusätzlich wohl zielführender gewesen.


Stattdessen gliedern sich die Tische thematisch nach Jahreszeiten, Anlässen ("Sonntag", "Picknick"), Spezialitäten wie die französische Pizzavariante "Pissaladière" oder die japanische Nudel "Soba" und internationalen Länderküchen ("Kuba", "Israel", "Sri Lanka"). Alles in Allem zeigt sich hier eine Vorliebe zur Exotik, die das Kochbuch auf der einen Seite sehr abwechslungsreich aufgrund seiner zahlreichen kulinarischen Einflüsse macht, auf der anderen Seite aber bereits beim Durchblättern gelegentlich den Wunsch nach regional-mitteleuropäischen/-österreichischen Komponenten weckte. Trotz ihrer internationalen Vielfalt bleiben die Gerichte allerdings recht bodenständig, Vertreter einer eher filigranen, feinen Küche sind nicht zu finden.


Optisch kommt "Vom Glück, gemeinsam zu essen" in moderner, matter Gestaltung mit gleich zwei praktischen Lesebändchen als hochwertiges Hardcover daher. Hübsch arrangierte und farbenfrohe Fotos zu jedem Tisch und jedem Rezept, ergänzt durch Landschafts- und Personenaufnahmen, zeigen eine ausgeprägte Liebe zum Detail. Vor jedem "Tisch" erklärt ein einleitender Text die jeweilige Zusammenstellung, wobei mehr informative Worte und weniger persönliche Anekdoten wünschenswert gewesen wären. 

Fazit: "Vom Glück, gemeinsam zu essen" verfolgt mit der Zusammenstellung von "Tischen" anstelle einer klassischen Menüabfolge ein interessantes Konzept, das weitestgehend als gelungen bezeichnet werden kann, auch wenn zwischen Werbetext und Wirklichkeit leichte Abstriche gemacht werden müssen. Experimentierfreudige Hobbyköche, die exotischen Gerichten gegenüber aufgeschlossen sind und es eher bodenständig als fein mögen, werden an diesem modern gestalteten Kochbuch vermutlich ihre Freude haben. Denn (und damit das wichtigste zum Schluss) alle bisher nachgekochten Rezepte konnten geschmacklich überzeugen. 4 Sterne




 Allgemeine Informationen

Ausgabe: Gebunden
Erschienen: 31 August 2015
Seiten: 208
Rezepte: ca. 70
ISBN: 978-3-85033-940-7
Preis: € [D] 29.90

Weitere Informationen und ein Blick ins Buch auf der Verlagshomepage. 


Montag, 1. Dezember 2014

Kochbuch-Rezension zu "Peace Food - Vegano Italiano: Das Kochbuch" von Ruediger Dahlke


Italienisch und vegan - eine durchwachsene Umsetzung

„Peace Food – Vegano Italiano: Das Kochbuch“ von Ruediger Dahlke ist ein Kochbuch, das mir aufgrund meiner Vorliebe für die italienische Küche aufgefallen ist und mir – so zumindest meine Intention – als Nicht-Veganerin die Möglichkeit geben sollte, überzeugende Rezepte zu finden, die auf den Einsatz tierischer Produkte vollständig verzichtet.


Freitag, 2. Mai 2014

Backbuch-Rezension: "Törtchenzeit - all you need is sweet" von Sonya Kraus und Jessi Hesseler


Optisch schön, aber beim Nachbacken nicht überzeugend

Törtchenzeit – all you need is sweet“ ist ein Backbuch, das die Moderatorin Sonya Kraus gemeinsam mit der Food-Bloggerin Jessi Hesseler, Betreiberin des namensgebenden Blogs „Törtchenzeit“, veröffentlicht hat. 

Neben einigen einleitenden Back-Basics, aufgeteilt in Tipps zur Küchen-Grundausstattung und einem ABC wichtiger Begrifflichkeiten sowie Kurzanleitungen für Torten und Cupcakes, finden sich in diesem Backbuch Rezepte zu Muffins, Cupcakes und kleinen Torten mit einem maximalen Durchmesser von 20 Zentimetern, zu einigen anderen (süßen) Leckereien und auch alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken. Gegliedert ist das Buch dabei nach saisonalen oder familiären Anlässen – es gibt sowohl Rezepte für die Weihnachtszeit als auch Ideen zum Backen mit Kindern – und auch einige nette Geschenkideen und passende Do-it-Yourself-Bastelanleitungen sind vorhanden.

Der erste Eindruck von „Törtchenzeit“ war durch die abwechslungsreichen Rezepte daher recht positiv. Allerdings kannte ich den Blog „Törtchenzeit“ der Buch-Autorin, die laut Vorwort selbst eigentlich keine Kuchen isst, vorher noch nicht und habe ihn erst parallel zum Buch durchstöbert. Viele Rezepte sind auch dort zu finden, sodass das Buch wohl für regelmäßige Leser dieses Blogs weniger Neuheiten bereithält.

Dienstag, 25. Februar 2014

Kochbuch-Rezension: "Grüße aus meiner Küche" von Lisa Nieschlag und Lars Wentrup



Ideen für Mitbringsel aus der eigenen Küche
 

„Grüße aus meiner Küche“ von Lisa Nieschlag und Lars Wentrup ist ein Kochbuch, das zusätzlich Verpackungsideen und Kopiervorlagen für Etiketten und Bastelmaterialien liefert, um die zubereiteten Kleinigkeiten aus der eigenen Küche als nette Geschenke und Mitbringsel herzurichten.