Montag, 31. Dezember 2012

Silvester: Guten Rutsch euch allen!

Eigentlich hatte ich für heute ganz andere Pläne. Mein erster Vorsatz für's neue Jahr war nämlich, es ohne "Altlasten" zu beginnen und endlich alle noch ausstehenden Rezensionen fertig zuschreiben und einzustellen. 

Doch, nachdem ich gestern mit "Böser Wolf" von Nele Neuhaus mein vermeintlich letztes Buch des Jahres beendet hatte, habe ich heute Morgen noch "Grischa - Goldene Flammen" angefangen...und einfach weitergelesen.

Somit ist mein erster guter Vorsatz für 2013 bereits gescheitert, bevor das Jahr überhaupt angefangen hat ;-). 

Je nachdem, wie meine Verfassung morgen sein wird, gibt es die Rezensionen dann eben morgen und dann natürlich auch noch einen Monats- und Jahresrückblick. Außerdem möchte ich mich noch ein wenig den Neuerscheinungen widmen, wozu ich in den letzten Wochen einfach keine Zeit gefunden habe. 

Bevor ich heute Abend selbst zur Silvester-Party aufbreche, werde ich "Grischa" wahrscheinlich noch beenden - das Buch liest sich unglaublich schnell, einmal, weil es gut ist, aber auch, weil die Zeilenabstände riesig sind und die 350 Seiten dadurch einen Umfang heucheln, den das Buch gar nicht hat - und euch vorher noch allen 

einen guten Rutsch und ein wundervolles neues Jahr 2013 

wünschen. Feiert schön. Hoffentlich habt ihr ein besseres Händchen bei euren Vorsätzen, als ich. ;-)


Samstag, 29. Dezember 2012

Blogger-Aktion: "Im Herzen die Rache" erscheint bei Loewe

Gerade läuft eine Blogger-Aktion vom Loewe-Verlag zu dem am 16. Januar offiziell erscheinenden Buch "Im Herzen die Rache" von Elizabeth Miles, welches der erste Band einer Trilogie sein wird.

Da ich das englische Original "Fury" und die gesamte Fury-Trilogie schon seit längerem ins Auge gefasst hatte, aber im Moment keine Lust habe, in meiner Freizeit irgendetwas Englisch-sprachiges zu lesen, freue ich mich besonders, dass es jetzt auch übersetzt und beim Loewe-Verlag erscheinen wird - vor allem mit einer, wie ich finde, sehr spannenden Covergestaltung.

Beschreibung:

"Es ist Winter in Ascension, einer Kleinstadt in Maine. Die Seen sind zu Eis erstarrt, der makellose Schnee fällt in dicken Flocken vom Himmel. Aber der friedliche Schein trügt – denn in Ascension haben Fehler tödliche Folgen. Drei geheimnisvolle Mädchen sind in die Stadt gekommen, um darüber zu urteilen, wer für seine Taten büßen muss. Und die Wahl ist auf Em und Chase gefallen.

Emily ist glücklich. Zach, in den sie seit Monaten verliebt ist, zeigt endlich Zuneigung zu ihr. Doch Em weiß: Wenn sie etwas mit ihm anfängt, gibt es kein Zurück mehr. Denn Zach ist bereits mit Gabby zusammen – Ems bester Freundin.
Chase hat nicht nur Probleme zu Hause, auch seine Freunde lassen ihn links liegen. Aber es ist etwas anderes, was ihm den Schlaf raubt. Chase hat etwas unfassbar Grausames getan. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es ans Licht kommen wird.
" (Quelle: Loewe.de)

Außerdem gibt es einen Trailer, der mir tatsächlich sehr gut gefällt und richtig Lust auf das Buch macht. 


Wie findet ihr ihn?

Weitere Informationen zum Buch findet ihr beim Loewe-Verlag, auf der Seite zu "Im Herzen die Rache".


Freitag, 28. Dezember 2012

Rezension zu "Dicke Hose" von Mia Morgowski


 0-8-15-Chick-Lit

"Dicke Hose" von Mia Morgowski hat mich, die ich eigentlich schon seit geraumer Zeit einen größeren Bogen um alles mache, das nach Chick-Lit aussieht oder klingt, mit seinem süßen Cover bestochen. Auch die Idee eines ausnahmsweise mal männlichen Protagonisten hat mir gut gefallen und Hoffnung gemacht. Leider habe ich mich getäuscht...

Inhalt: Alex ist eigentlich Makler für Luxusimmobilien in Hamburg, aber als solcher nur mäßig erfolgreich. Wenn er seinen Job behalten will, muss er sich noch einmal richtig ins Zeug legen. Allerdings hat er erst einmal Urlaub und freut sich schon auf seinen Ski-Trip...bis sein Kumpel Florian krank wird und ihn bittet, für ihn in der Luxusboutique seines Vaters einzuspringen. Miucci ist gar nicht Alex' Welt. Mit Handtaschen und bunten Klamotten hat er nichts am Hut. Doch um die attraktive Chefin zu beeindrucken, lässt Alex sich ordentlich was einfallen...

Normalerweise zeichnet einen Chick-Lit-Roman in der Regel eine etwas zickige, naive Anfang- bis Mittdreißigerin als Hauptprotagonistin aus, die sich unprofessionell und dämlich verhält und lügt, wo auch immer sie nur kann, wodurch sie von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert, aber irgendwie doch den tollsten Job und den perfektesten Typen abbekommt. Die klischeehafte Art solcher Romane lässt mich vor ihnen zurückschrecken, denn über dumme, unsouveräne Protagonistinnen, die sich unglaubwürdig, aber vorhersehbar bis zum Geht-nicht-mehr verhalten, kann ich einfach nicht lachen. Irgendwie habe ich geglaubt, bei einem männlichen Macho könnte das anders sein und es könnte sich vielleicht sogar ein halbwegs glaubwürdiger Charakter entwickeln. Was auch immer mich zu dieser Hoffnung veranlasst hat, es war falsch. Die nervigen Eigenschaften der weiblichen Protagonistinnen können eins-zu-eins auf Alex übertragen werden.

Alexander Held, angeblich Makler in einem erfolgreichen Hamburger Immobilienbüro, ist in meinen Augen ein schrecklich undurchdachter, unstimmiger und ohnehin bis zum Ende unsympathischer Charakter. Das einzig Gute - neben dem süßen Cover und dem witzigen Daumenkino unten auf den Seiten - am ganzen Buch sind die teilweise sehr bissigen Kommentare des Ich-Erzählers, die er in seiner leicht prolligen Art über so ziemlich alles macht, besonders über Frauen, im Speziellen Diven. Leider wurde es aber nicht nur bei diesem sprachlichen Witz belassen, sondern der Roman wurde zusätzlich mit Chick-Lit-üblicher Situationskomik auf niedrigem Fettnäpfchen-Niveau vollgestopft - und das ruinierte von Anfang an den Aufbau eines stimmigen Charakters. Alex ist Hamburger Luxus-Immobilienmakler, Anfang 30, und kennt angeblich nicht eine einzige Modemarke. Kein Gucci, kein Prada, kein Versace. Die Preise dazu kennt er ohnehin nicht und aussprechen kann er auch nichts. Seine sprachlichen Fähigkeiten sowie sein Talent im Umgang mit Kunden tendieren ohnehin des Öfteren gen null, abgesehen von seinem höchst aussagekräftigen Lieblingslaut "Äh".

Während sich Alex durch die Gegend "äht", groteske (und völlig unnötige) Lügengeschichten spinnt und von einem schlechten Schenkelklopfer-Witzchen zum nächsten eiert, verhält er sich unglaubwürdig naiv und quälte mich als Leser mit seiner unglaublichen Dummheit. Nervlich war ich schon nach einem Bruchteil des Romanumfangs fast am Ende. Zudem sind die Fettnäpfchen-Situationen, in die Alex unglaubwürdigerweise stolpert, vorhersehbar und wirken, als seien sie nach einer Check-Liste für Chick-Lit-Witzchen abgearbeitet. Was mich besonders störte, war außerdem, dass teilweise sogar die Logik der gesamten Geschichte für einen einzigen müden Lacher über den Haufen geworfen wurde - nicht nur die Glaubwürdigkeit des Hauptprotagonisten, die ohnehin schon nach wenigen Seiten nicht mehr zu retten war. So ist die gesamte Handlung einfach nur bis zur Unerträglichkeit konstruiert und ich konnte nicht darüber lachen. Erst recht nicht über eine völlig unnötige Nebenhandlung mit einer jedes von Alex' Klischees über Frauen bestätigenden heiratswütigen Figur namens Tanja, die überhaupt keinen Raum in der Geschichte hatte und diese nur unnötig immer wieder unterbrach. Hier musste wohl zwanghaft eine Dreiecksbeziehung hereingewurstet werden.

Leider hat die Handlung dabei auch noch deutliche Längen und viele Witzchen wiederholen sich. Der wirklich recht gute, wenn auch Genre-angepasst einfache, Schreibsteil sorgt wenigstens dafür, dass sich das Buch recht schnell lesen und flüssig lesen lässt, auch wenn man dabei möglicherweise nervlich ein wenig leidet. Die Liebesgeschichte ist wieder ganz nett gemacht, konnte das Buch für mich dann allerdings auch nicht mehr retten, zumal das Ende für meinen Geschmack noch einmal alles, was der Roman zuvor an Konstruktion einer unsinnigen Handlung aufgefahren hatte, überbot.

Fazit: Trotz männlichem Ich-Erzähler ein Parade-Beispiel für sehr flache Chick-Lit. Eine unglaubwürdige Hauptfigur, deren Verhalten nicht im Mindesten zu ihrer Hintergrundgeschichte passen will, hangelt sich von einer Lüge und von einem Fettnäpfchen zum anderen. Abgesehen von ein paar bissigen Sprüchen, ist das Witz-Niveau niedrig und bietet nichts Neues. Der Roman hat Längen und die Handlung ist unerträglich konstruiert. Für wahre Chick-Lit-Fans, die nicht nach Glaubwürdigkeit suchen, vielleicht eine unterhaltsame Lektüre, für mich aber leider eine Nerven kostende Qual. Ich kann es nicht empfehlen und gebe - auch nur knappe - 2 Sterne.


"Dicke Hose" von Mia Morgowski bei Amazon.de


Allgemeine Informationen

Ausgabe: Taschenbuch
Erschienen:  1. Dezember 2012
Seiten: 352
Verlag: rororo
ISBN: 978-3499259234
Preis: € [D] 9.99

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage zum Buch



Sonntag, 23. Dezember 2012

Auslosung 4. Advent...besser spät als nie...

Uiuiui...ist das spät geworden. Ich war so vertieft ins Einpacken meiner Geschenke für morgen, übermorgen, überübermorgen und überüberübermorgen (ja, ich bin die nächsten Tage echt verplant ^^), dass ich fast vergessen hätte, dass heute ja auch noch der 4. Advent ist - also Zeit ein letztes Mal ein Schmucklesezeichen für mein Adventsgewinnspiel zu verlosen!


Jetzt, wo ich mit den Geschenken fertig bin (aber noch nicht aufgeräumt habe, denn die Geschenkpapierrollen stapeln sich hier noch), habe ich schnell mein Säckchen rausgeholt und ein Los gezogen...


und gewonnen hat:


Mel E

Herzlichen Glückwunsch!
Bitte Schick mit deine Adresse und eventuell einen Namenswunsch für dein Lesezeichen an 

sarah_o_email@web.de

Das war's jetzt mit meinem Adventsgewinnspiel. Das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt - im Januar wird mein kleines Blögchen immerhin schon ein Jahr alt...ging das schnell.

Ich wünsche euch allen ganz, ganz schöne Weihnachtstage - futtert schön, lasst euch beschenken oder spannt einfach nur mal ein bisschen aus.

Frohe Weihnachten!


Rezension zu "Sternenfeuer - Vertraue Niemandem" von Amy Kathleen Ryan


Atemberaubende Science-Fiction zwischen Sternen

"Sternenfeuer: Vertraue Niemandem" ist nach "Sternenfeuer: Gefährliche Lügen" der zweite Band einer Jugend-Science-Fiction-Trilogie von Amy Kathleen Ryan und hat mich wie schon der erste Band vollkommen überzeugt.

Inhalt: Kieran versucht sich als Kommandant der Empyrean zu behaupten und Pläne zu schmieden, wie sie ihre Eltern von der New Horizon, auf der diese nach wie vor gefangen gehalten werden, befreien können. Doch er verliert an Rückhalt in der Crew aus Kindern, denn viele, vor allem auch seine ehemalige Freundin Waverly, fordern endlich demokratische Wahlen und erkennen seine selbsternannte Stellung als Kapitän nicht an. Doch auf dem Schiff selbst gibt es noch andere Probleme. Seth konnte aus seiner Zelle fliehen. Während Kieran ihn selbst als Gefahr für das Schiff ansieht, hegt Seth einen ganz anderen Verdacht: Ein Saboteur von der New Horizon hat sich auf der Empyrean eingeschlichen...

Wie schon der erste Band, hat mich auch "Vertraue Niemandem" direkt in seinen Bann gezogen. Die von Amy Kathleen Ryan erdachte Science-Fiction-Welt, die sich für mich besonders durch die Abgeschiedenheit der beiden Raumschiffe von allem anderen kennzeichnet, eine jahrzehntelange Reise entfernt von jedem anderen menschlichen Wesen, hat auch im zweiten Teil eine große Faszination auf mich ausgeübt. Im Gegensatz zum ersten Band ist der zweite in geringem Maße weniger actionreich, allerdings ebenso spannend. Die Handlung wirkt alles in allem erneut sehr ausgereift, bis ins kleinste Detail durchdacht und lebt wie schon im Vorgängerband oft von einer sich schnell auf den Leser übertragende, teilweise wütend machende, mitreißende Ausweglosigkeit der Situationen, welche die junge Crew der Empyrean, die ausnahmslos aus Kindern und Jugendlichen besteht, zudem häufig an ihre Grenzen und darüber hinausbringen oder auch schlichtweg überfordern.

Was die Handlung angeht, so stehen neben der Suche nach dem Saboteur und den Plänen zur Rückholung der Eltern von der New Horizon in diesem Band hauptsächlich Macht- und Wertefragen so wie auch die Beziehungen der Hauptprotagonisten zueinander im Mittelpunkt. Deren Kreis hat sich in Bezug auf die Erzählperspektiven zudem um eine Person erweitert: Seth, der natürlich schon im ersten Band eine große Rolle spielte, bekommt nun, wie es bei Waverly und Kieran schon von Anfang an war, seine "eigenen" Kapitel. Ebenso hat sich die Dynamik der Perspektivwechsel verändert. Waren im ersten Band immer mehrere Kapitel aus der Sicht einer Person, entweder Kieran oder Waverly, erzählt, so wechselt die Perspektive in "Vertraue Niemandem" deutlich häufiger, eine Veränderung, die mich allerdings nicht störte, denn die einzelnen Protagonisten agieren in diesem Band auch viel mehr miteinander, was durch die räumliche Trennung von Kieran und Waverly im ersten Band nicht gegeben war. Der dritten Person als Erzähl-Perspektive bleibt die Autorin allerdings treu und dennoch erzeugt sie mit ihrem hervorragendem Schreibstil, der weit über das übliche Qualitätsmaß eines Jugendromans hinaus geht, eine greifbare Atmosphäre, die den Leser den Protagonisten sehr nahe bringt und ihn mitfiebern lässt.

Die Charaktere der drei Jugendlichen sind erneut sehr tiefgehend und vielschichtig. Keiner ist eine moralisch einwandfreie, rundum liebeswerte Figur, die sich zweifelsfrei als "das Gute" definieren ließe. Durch ihre, aus der distanzierten Sicht eines Leser, nicht immer "richtigen" Verhaltensweisen, die oft durch ihre Überforderung und Verzweiflung vorangetrieben werden, wirken sie allerdings auch sehr real und deutlich interessanter, als ein schwarz-weißer Charakter mit immer tadellosem Verhalten es jemals sein könnte. In diesen fehlbaren Charakteren liegt meiner Meinung nach einer der größten Stärken der "Sternenfeuer"-Trilogie, ebenso wie in dem Mut der Autorin ihre Figuren auch tatsächlich leiden zu lassen.

Fazit: Nur wenige Bücher können mich so fesseln, wie die "Sternenfeuer"-Reihe. Nach dem ersten Band hat mich jetzt auch dieser zweite vollständig überzeugt. Eine Sience-Ficiton-Dystopie, die man gelesen haben muss, denn so ausdrucksstarke Charaktere und eine derart real und glaubhaft wirkende Handlung findet man selten. Ich war wieder begeistert. 5 Sterne


Die "Sternenfeuer"-Trilogie (mit Links zu Amazon.de):
  1. "Gefährliche Lügen" (März 2012, engl. Originaltitel: "Glow") - meine Rezension
  2. "Vertraue Niemandem" (Dez. 2012, engl. Originaltitel: "Spark")
  3. noch nicht bekannt

Allgemeine Informationen

Ausgabe: Gebunde, 1. Ausgabe
Seiten: 432
Verlag: Knaur HC
ISBN: 978-3426653272
Preis: € [D] 16.99

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage


Freitag, 21. Dezember 2012

Die letzten Neuzugänge vor Weihnachten...

So, nachdem die Welt immer noch da ist, kommt jetzt noch ein Neuzugänge-Post von mir - möglicherweise mein letzter in diesem Jahr, denn zu Weihnachten bekomme ich für gewöhnlich keine Bücher geschenkt (höchstens mal einen Gutschein) und eigene weitere Anschaffungen habe ich bis zum neuen Jahr auch nicht geplant...ist ja noch genug da.

GEWONNEN

Folgende (Hör-)Bücher habe ich gewonnen:


"Dicke Hose" von Mia Morgowski habe ich bei der Lovelybooks-Lesechallenge für Dezember gewonnen. Leider kam es erst heute an... bleibt nicht mehr so viel Zeit zum Lesen. Darum geht's:

"Um seinem besten Kumpel einen Gefallen zu tun, springt Alex kurzfristig als Verkäufer bei Miucci ein. Die Luxusmarke für Handtaschen und Damen-Unterwäsche ist natürlich so gar nicht seine Welt. Aber verkaufen, denkt er, kann man alles. Doch plötzlich soll Alex pinkfarbene Samtanzüge tragen und Gucci von Pucci unterscheiden. Dabei weiß er nicht mal, was eine Clutch ist, geschweige denn wie man sie hält! Was tun? Um seine neue Chefin zu beeindrucken, macht Alex erst einmal einen auf dicke Hose. Zu dumm nur, dass Victoria so verdammt attraktiv ist – und ihn schon bald durchschaut ..." (Quelle: Rowohlt.de)

Ja, klingt nach Chick-Lit, oder? Eigentlich üüüüüüberhaupt nicht meins. Aber ich fand das Cover so süß. Ein Küken mit Jeans. Höhö. Will ich knuddeln! Da musste ich mich bewerben - und selbst wenn es dann doch anspruchslos und nervlich anstrengend werden sollte, haben diese Chick-Lit-Sachen ja auch immer einen Vorteil: Sie sind schnell gelesen und somit auch schnell zu Ende. Außerdem muss anspruchslos ja auch nicht ganz verkehrt sein, wenn man nach Weihnachten vollgefressen auf der Couch rumhängt ;-).

Das Hörbuch zu "Die Schattenträumerin" von Janine Wilk habe ich beim Adventskalender von Planet Girl gewonnen. Das Hörbuch wird vom DAV vertrieben und von Cathlen Gawlich gelesen - ein Name, der mir erst nichts sagte, aber Google hat mir dann verraten: Sie spricht zum Beispiel "Rose" bei "Two and a half man" oder "Ruby" bei "Supernatural" - zwei Stimmen, die ich bisher nicht der gleichen Person zugeordnet hätte. Bin gespannt, wie sie das Hörbuch liest...(sie spricht übrigens auch die Assistenzärtzin mit der ekelhaft piepsigen Stimme in "Scrubs - die Anfänger...ich hoffe, so wird das Hörbuch nicht ;-) )

Und darum geht's:
"Nachts verwandelt sich Venedig. Die Kanäle flüstern, Schatten legen sich über die Gassen – und Francesca träumt: Immer näher kommt ihr Verfolger, schon spürt sie seinen Atem und wacht erschrocken auf. Von ihrer Oma erfährt sie, dass diese Albträume mit einem Familienfluch zusammenhängen, der nicht nur sie, sondern ganz Venedig bedroht. Nur ein dämonisches Buch kann den Fluch lösen und Venedig retten. Doch um es zu finden, muss sich Francesca ihren Albträumen stellen." (Quelle: der-audio-verlag.de)

Als drittes gibt es noch ein Hörbuch vom DAV - diesmal auch direkt vom DAV, gewonnen bei Lovelybooks. Es ist "Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid" aus der Märchen-Reihe von Gabriella Engelmann, von denen ich bisher nichts gelesen, aber auch noch "Küss den Wolf" als Buch auf dem SuB habe. Dieses Hörbuch wird gelesen von Cosma Shiva Hagen.

Darum geht's:
"Bella würde alles dafür tun, die Schönste zu sein – doch ihre hübsche Stieftochter Sarah ist ihr dabei ein Dorn im Auge. Sarah muss um ihr Leben fürchten und sucht Unterschlupf in einer WG. Gleich sieben Jungs umsorgen dort ihre neue Mitbewohnerin und Sarah wähnt sich in Sicherheit. Doch als sie einen Modelvertrag unterschreibt, setzt Bella alles daran, ihre Konkurrentin ein für alle mal zu beseitigen." (Quelle: der-audio-verlag.de)

GETAUSCHT

Bei Tauschticket habe ich zwei Bücher ertauscht. 


"Ewiglich die Hoffnung" von Brodi Ashton. Muss ich dazu viel sagen? Es ist natürlich der zweite Band nach "Ewiglich die Sehnsucht" und, wenn ihr euch visualisieren möchtet, wie sehr ich mich freue, dass ich dieses Buch bei Tauschticket so schnell ergattern konnte, stellt ihr euch vielleicht am besten eine vor Freude hysterisch kreischende und verrückt durchs Zimmer hüpfende Blondine vor...das beschreibt es am besten *g*.

Weil es eine Fortsetzung ist, kopiere ich den Klappentext hier nicht ein, ihr findet ihn beim Oetinger Verlag. Wer die Reihe noch nicht kennt, findet meine Rezension zu "Ewiglich die Sehnsucht", eine der ersten Rezensionen überhaupt auf diesem Blog, *HIER* und die Verlagsseite dazu *HIER*. 
Ich bin was diese Reihe angeht bekennender Fan des "Bösen", von daher freue ich mich ganz besonders auf Cole - und Jack und Nikki dürfen auch wieder dabei sein...

Dann habe ich noch den Thriller "Dornröschenschlaf" von Alison Gaylin getauscht. Die Leseprobe hatte ich bei vorablesen schon mal angeschaut und fand sie gut. Darum geht's:
"Was würdest du tun, wenn du nicht vergessen kannst? Wenn du nicht weißt, wo deine Liebsten sind?Wenn jede Erinnerung dich zum schrecklichsten Moment deines Lebens führt? Seit der Entführung ihrer Schwester vor vielen Jahren leidet die Privatdetektivin Brenna Spector unter einem seltenen Phänomen: Sie kann sich mit allen Sinnen an jede Situation erinnern. Jeden vergangenen Moment zu sehen, zu hören und zu riechen ist ein Segen in ihrem Beruf, aber eine Qual in ihrem Leben. Vor allem, als Brennas neuester Fall zu einem vermissten Mädchen führt ,das auf die gleiche Art verschwand wie ihre eigene Schwester ..." (Quelle: ullsteinbuchverlage.de)

NOCH ZWEI

Und jetzt die zwei letzten.


"Böser Wolf" von Nele Neuhaus wollte ich eigentlich aus der Bibliothek leihen - weil ich die anderen als Taschenbücher habe und einen Krimi ohnehin nicht als gebundene Ausgabe kaufen möchte. Hatte ich auch schon lange vorgemerkt. Eine Freundin von mir, die eigentlich wenig (oder nie) liest, hat aber diese Krimi-Reihe für sich entdeckt und dann direkt alle Teile geschenkt bekommen. Und weil sie meint, dass sie noch lange nicht beim 6. Band angekommen ist, hat sie es mir ausgeliehen. Ich werde es aber trotzdem schnell lesen, denn ich habe so das Gefühl, dass sie gerade doch sehr von den Büchern gepackt ist und ziemlich zügig voran kommt.

Die Teile sind - abgesehen vom persönlichen Hintergrund der Ermittler - übrigens in sich abgeschlossen, man kann also auch mitten drin anfangen zu lesen und ich spoiler auch niemanden mit dem Klappentext. Darum geht es im 6. Band:
"An einem heißen Tag im Juni wird die Leiche einer 16-Jährigen aus dem Main bei Eddersheim geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K 11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen unter anderem zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein graben tiefer und stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität. Und dann wird der Fall persönlich." (Quelle: ullsteinbuchverlage.de)

Und noch ein Highlight zum Schluss: "Der Mann, der den Regen träumt" von Ali Shaw. Das habe ich bei der Blogger-Aktion gewonnen, was ich gestern erst erfahren habe...und heute war es schon da. Ist das nicht toll, super, was auch immer? Ihr könnt Kopfkino-mäßig gerne noch einmal zu der kreischenden, rumhüpfenden Blondine zurückkehren. Ein perfektes Weihnachtsgeschenk für mich. Offiziell erscheint es am 16. Januar. Wenn es auch nur annähernd so gut wird, wie "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen", das Debüt des Autors, bin ich jetzt schon verliebt....

Darum geht's:
"Finn ist kein gewöhnlicher Mann, ihn umgibt ein Geheimnis. Es ist der Grund für sein Einsiedlerleben und der Grund, warum die Einwohner von Thunderstown ihm nicht wohlgesinnt sind. Doch trotz aller Gerüchte und Anfeindungen hält Elsa zu Finn. Gemeinsam versuchen sie, ihre Liebe gegen all die Widerstände zu behaupten." (Quelle: script5.de)

FROHE WEIHNACHTEN

So, das war's. Morgen könnt ihr - ganz unverbindlich - wahrscheinlich noch mit der Rezension zu "Sternenfeuer - Vertraue niemandem" rechnen, aber danach ist bis nach den Feiertagen wohl erstmal Pause, denn ich bin total im (teils positivem, teils anstrengendem) Weihnachtsstress. Dieses Jahr gibt es fast nur selbstgemachte Geschenke von mir, also bin ich am Wochenende noch mit Nähen, Pralinen machen, Likör machen, alles verpacken... und und und beschäftigt und natürlich an den Weihnachtstagen dann auch vollständig verplant.

Ich wünsche euch daher heute schon einmal Frohe Weihnachten und hoffentlich ein paar ruhige Tage mit der Familie und Freunden.

Natürlich seid ihr aber noch herzlich dazu aufgefordert, eure Meinung zu meinen Neuzugängen kundzutun. Wie findet ihr sie? Was habt ihr/würdet ihr gerne (ge)lesen? 
Und was machen eure Weihnachtsvorbereitungen? Seid ihr im Dezember überhaupt viel zum Lesen gekommen? Ich nämlich fast gar nicht...

Montag, 17. Dezember 2012

Rezension zu "Serafina - Das Königreich der Drachen" von Rachel Hartman


 Historisch angehauchte Drachen-High-Fantasy

"Serafina - Das Königreich der Drachen" ist der erste Band einer historisch angehauchten High-Fantasy-Trilogie von Rachel Hartman. Nach deutlichen Startschwierigkeiten konnte es mich auch nach spürbarer Steigerung nicht mehr richtig überzeugen.

Inhalt: Serafina lebt am Hof der Königin und unterrichtet Musik. Durch den gewaltsamen Tod des Thronfolgers, bei dem die Spuren auf einen Drachen als Täter hindeuten, ist der hart erkämpfte Frieden zwischen den Menschen und den Drachen, die sich in ihren menschlichen Gestalten ebenfalls am Hof aufhalten, plötzlich wieder gefährdet. Serafina, die eine engere Verbindung zu der Welt der Drachen hat, als sie zugeben darf, stößt auf wertvolle Hinweise und unterstützt Lucien, den Hauptmann der Garde und Verlobten der Prinzessin, bei den Ermittlungen, wodurch sie allerdings Gefahr läuft, dass ihr eigenes Geheimnis entdeckt wird...

"Serafina" ist meiner Meinung nach eher ein schwacher Auftakt für eine Fantasy-Reihe mit einer an sich ganz spannenden Hintergrundidee. Leider ist es gerade am Anfang oft zu verwirrend, da der Leser recht unzusammenhängend in die völlig fremde Welt eingeführt, nahezu mit Informationen jeglicher Art überschüttet, wird, von denen letztendlich viele nicht besonders relevant waren, sondern den Roman einfach nur unnötig langatmig gestalten. Besonders die Rollen etwaiger Heiliger konnten sich mir zum Beispiel bis zum Ende nicht erschließen, auch wenn sie ständig und ausführlich Erwähnung finden.

Serafina selbst könnte ein spannender Charakter sein, gerade ihr Innenleben blieb mir aber fremd. Leider hinterlässt sie in der Geschichte auch als Persönlichkeit, abgesehen von ihrem großen Geheimnis und ihrer Begabung, bei der ein recht befremdlich wirkendes Konstrukt in ihrem Kopf eine große Rolle spielen wird, auf mich keinen bleibenden Eindruck. Sie benimmt sich oft unpassend emotional und auf vorhersehbare Weise konstruiert unlogisch, wodurch die Handlung teilweise in umständliche Umwege gelenkt wird, was mich schlicht genervt hat. Was sich in der Ich-Erzählerin abspielt ist größtenteils zwar interessant, als Charakter bleibt sie aber blass und konnte mich dadurch nicht überzeugen.

Mein größtes Problem neben der eher schleppenden Entwicklung der Handlung und der nicht ganz stimmigen Ich-Erzählerin war der Schreibstil, der für meinen Geschmack zu stark schwankte, als dass sich für mich eine angenehme Leseatmosphäre hätte aufbauen können. Teilweise wird die Sprache von einer mittelalterlich anmutenden Steifheit dominiert, die an sich sehr gut zum ebenfalls mittelalterlichen Setting des Königreich passen würde, aber es gibt auch starke Schwankungen in Richtung einer sehr lockeren, alltäglichen Sprache, was für mich einen zu starken Bruch darstellt und mich oft aus der Kopfkino-Situation riss und den Lesefluss behinderte.

Neben aller Kritik hat "Serafina" allerdings auch einige sehr gelungene Elemente, die sich insbesondere am Ende auch in einer sehr spannenden Handlung und einem überzeugenden Finale zeigten. Zudem begeisterte mich eine (vorhersehbare) Liebesgeschichte und der Aufbau von Intrigen, Geheimnissen und Vorurteilen im Königreich. Drachen in Menschengestalt und die Menschen selbst leben misstrauisch nebeneinander und verstehen sich aufgrund des Logik basierten Denkens der Drachen auf der einen und der emotionalen Ader der Menschen auf der anderen Seite nicht. Die Differenzen setzt die Autorin besonders gelungen in einigen Nebencharakteren um, die der Geschichte deutlich mehr Highlights verschaffen, als die Ich-Erzählerin es könnte.

Fazit: Mittelmäßiger Auftakt, der allerdings eine Steigerung im zweiten Band verspricht. Insbesondere der Anfang hat Längen und leider überzeugen weder Ich-Erzählerin noch der uneinheitlich wirkende Schreibstil richtig. 3 Sterne



Die Serafina-Trilogie (mit Links zu Amazon):
  1. "Das Königreich der Drachen" (Nov. 2012, engl. Originaltitel: "Seraphina")
  2. noch nicht bekannt (engl. Originaltitel: "Dracomachia", wahrscheinlich Juli 2013)
  3. noch nicht bekannt
Allgemeine Informationen

Ausgabe: Gebunden, 1. Auflage
Seiten: 512
Verlag: cbj
ISBN: 978-3570152690
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren
Preis: € [D] 17.99

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagsseite zum Buch

Sonntag, 16. Dezember 2012

3. Advent: Auslosung im Weihnachsstress ;-)

Na, seid ihr auch schon schön im Weihnachtsstress? Oder schon alle Geschenke beisammen?
Ich jedenfalls nicht und Weihnachten rückt langsam aber unaufhaltsam näher, Geschenke wollen noch gekauft und gebastelt werden, zwischendurch eine kleine Weihnachtsfeier und ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.

Deswegen herrscht hier im Blog gerade auch ein bisschen Stille und meine Rezensionen warten noch ein paar Tage (kommen aber alle noch), aber was ich natürlich nicht vergessen habe, ist, dass heute schon der 3. Advent ist und das bedeutet: Zeit für die Auslosung vom dritten Schmucklesezeichen:


...und gewonnen hat...


Saskia!

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte schick mit deine Adresse und, falls vorhanden, einen Namenswunsch für das Lesezeichen per Mail an

sarah_o_email@web.de

Für die letzte Verlosung am vierten Adent bleibt der Lostopf natürlich noch geöffnet. Wer noch reinhüpfen möchte, findet die Teilnahmebedingungen *HIER*

 Ich wünsche euch bis dahin eine hofentlich stressfreie Vorweihnachtszeit (bei mir klappt das ja nie)...


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Adventskalender: Pralinen selbst gemacht...


Heute ich der 12.12.2012 und an diesem allerletzte Schnapszahl-Tag unseres aktuellen Jahrhunderts ist mein Beitrag zum Adventskalender fällig.

Ich habe ein bisschen überlegt, was ich machen könnte - eine Rezension zu einem winter/weihnachtlichem Buch vielleicht? Dann habe ich mich aber für ein Off-Topic-Thema entschieden (keine Angst, am Ende gibt es noch ein paar Bücher), und zwar über eine nette Geschenkidee. Ich schenke immer viel lieber Selbstgemachtes als - wohlmöglich noch sinnlos - Gekauftes. Fast jedes Jahr mache ich dazu Pralinen selbst - verschiedene Sorten und immer andere Rezepte, auch gerne Eigenkreationen. 

Normalerweise mache ich meine Pralinen immer erst kurz vor Weihnachten, aber eine habe ich dieses Jahr schon gemacht, für eine kleine Weihnachtsfeier, und die zeige ich euch heute...

Es sind

Amaretto-Pralinen 
 (alkoholfreie Alternative: Vanille-Pralinen)

Zutaten (für ca. 15 Pralinen):


- 100g  Zartbitter-Kuvertüre
- 15g Butter
- 1/2 Päckchen Vanillezucker
- 100g weiße Schokolade
- 50 mL (Schlag)Sahne
- 20 mL Amaretto

- Pralinenformen, z.B. aus Silikon
- Pralinenmanschetten aus Papier

Zubereitung:

1. Dunkle Schokolade hacken. 2/3 über einem Wasserbad schmelzen, bis sie ganz flüssig ist. Vom Topf nehmen und das restliche Drittel einrühren, bis auch dieses ganz geschmolzen ist. 

2. Schokolade vollständig in die Pralinenformen füllen, durch schwenken gut an den Rändern verteilen und die Formen anschließen auf ein Gitter über Backpapier (oder einer sonstigen Auffangmöglichkeit) stürzen. Die auslaufende Schokolade aufbewahren, Schokolade in den Formen fest werden lassen.


3. Butter, Sahne und Vanillezucker in einem Topf erhitzen und kurz aufkochen lassen. Topf vom Herd nehmen.Amaretto und dann die weiße, gehackte Schokolade einrühren, bis diese vollständig geschmolzen ist. 

Alkoholfreie Alternative: Amaretto weglassen und statt des Vanillezuckers z.B. das Mark einer halben Vanilleschote zugeben, ausgekratzte Schote mitkochen.

4. Füllung abkühlen lassen. Anschließend mit einem kleinen Löffel oder einer Spritztüte (ich nehme immer die Ecke eines Gefrierbeutels und schneide die Spitze unten ab) in die ausgehärteten Formen füllen, kalt stellen.


5.  Reste der dunklen Schokolade schmelzen (wie oben) und Pralinenböden damit verschließen. Aushärten lassen.

6. Pralinen aus den Formen drücken und jede Praline in eine Manschette setzen. Fertig. (Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen ;-))

Die Pralinen haben wir jetzt gemacht, fehlt noch eine Geschenkverpackung. Also wird jetzt noch gebastelt.

Wir brauchen: 
2 Bögen farbiger Karton, ein Geo-Dreieck, einen Klebesstift, Schere und Bleistift.


Auf den Karton ein Faltmuster zeichnen:

1. Eine rechteckige Grundfläche für Schachtel und Deckel. Die Grundfläche des Deckels sollte an jeder Seite um mindestens die doppelte Dicke des Kartons breiter sein. 

2. An jede Kante der Grundfläche 2x die Breite des Randes anzeichnen, auch über die Kanten hinaus, sodass sich die Linien der Ränder für die lange und die kurze Seite an den Ecken treffen.

3. In den Ecken der unteren Ränder eine Diagonale einzeichnen. 

 4. Zusätzlich auf den Bogen für die Schachtel noch einen Streifen mit der Länge der Grundfläche und der Höhe der Ränder als Breite, und 5 Streifen mit den Maßen Breite der Grundfläche mal Höhe der Ränder zeichnen.

Ausschneiden:

5. Entlang der äußeren Linien einschneiden. In den Ecken alles wegschneiden, bis auf ein Dreieck entlang der Diagonalen an jeder Randfläche. 

6. Die zusätzlichen Streifen ausschneiden, jeweils zur Hälfte einschneiden, und zusammenstecken, sodass ein Gitter entsteht.

Falten und Kleben:

7. Die Kanten entlang der gezeichneten Linien falten, sodass der Rand doppelt so stark ist, wie der Boden. Mit den Dreiecken die Ränder der Seiten zusammenkleben, indem sie zwischen die beiden Lagen der benachtbarten Seiten geschoben wird. Alles zusammenkleben.

8. In die fertige Schachtel das Gitter einlegen.

Befüllen

9. Zur Deko können die einzelnen Fächer noch mit Seidenpapier ausgelegt werden, dann jeweils eine Praline mit Manschette in ein Gitterfach setzen.


 Deckel drauf, das ganze jetzt noch schön verschnüren und das Geschenk ist fertig.

Zum Schluss möchte ich noch einen kleinen Überblick machen, was man braucht, wenn man Pralinen machen möchte.

Die Ausrüstung

1. Silikonformen braucht ihr, wenn ihr wie in diesem Rezept selbst Hohlkörper gießen möchtet. Es gibt sie mittlerweile überall. Im Einzelhandel oder zum Beispiel auch bei Amazon. 

2.  Wer keine Hohlkörper selbst machen möchte, kann diese auch bestellen. Auch das findet sich mittlerweile bei Amazon oder auch bei verschiedenen Fach-Versandhandeln, wie etwa Pati-Versand. Ich kann euch da keine empfehlen, da ich sie immer selbst gieße oder Trüffel mache, die man rollt, für die also gar keine Hohlkörper benötigt werden.


3. Es gibt diverse kleine Büchlein mit Pralinenrezepten - auch einige große. Beim Kauf würde ich darauf achten, dass sie Zutaten haushaltstauglich, also im normalen Supermarkt erhältlich sind. Es gibt nämlich auch Bücher mit fachlich aufwendigeren Pralinen, für die man allerdings Apotheke und Fachhandel braucht.

Rezepte findet ihr aber auch auf Internet-Portalen wie Chefkoch und in der Regel sind die auch sehr gut.

Zu guter Letzt noch ein Rätsel:

Ich habe einen Schukarton, meine Bastelbox, in der ich zum Beispiel den ganzen Kleinkram zum Geschenkeverpacken aufbewahre. Eine echte Rumpelkiste.
Sie wiegt nicht besonders viel, aber sobald ich sie aufklappe und hinstelle, wird sie fast immer sofort 6-7 Kilo schwerer, die sich auch nur schwer wieder entfernen lassen.

Wer hat eine Idee, woran das liegen könnte?


Hmmmmmm.......

PS: Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, findet den Buchstaben heute farblich markiert im Text. Im Lösungssatz wird es der vierte Buchstarbe im ersten Wort sein.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Neuzugänge: Alle meine Vormerkungen...

Es ist wieder Zeit für einen Post über meine Neuzugänge. Hauptsächlich kommen die dieses Mal aus der Bücherei - die hat mich nämlich in den letzten Tagen wieder mit meinen Vormerkungen bomberdiert. Wochenlang lassen die auf sich warten...und dann kommen sie alle auf einmal an. Zum Glück sind bald die Feiertage, da komm ich dann hoffentlich wieder mehr zum Lesen als aktuell.

Dann fangen wir mal an - Klappentexte findet ihr, wenn ich auf den Titel des jeweiligen Buches klickt, auf den Verlagsseiten.


"Godspeed" von Beth Revis

Das ist tatsächlich die einzige Nicht-Vormerkung-Ausleihe im heutigen Post. Ich wollte es zwar schon immer mal lesen, habe es aber nie für so gefragt gehalten, dass man es vormerken müsste. Blöderweise war es immer ausgeliehen, wenn ich da war - Band 2 dagegen stand - und steht auch immer noch - entspannt im Präsentierteller-Regal der Bücherei - seit Wochen. Nur Band 1 ist ständig weg. Heute war er da, da habe ich ihn direkt einkassiert. Seit "Sternenfeuer" habe ich ohnehin richtig Lust auf solche Weltraum-Sci-Fi-Sachen. Freu mich schon sehr drauf, ein vielversprechender Trilogieauftakt!

"Timeless" von Alexandra Monir

Tja, hm, joar. Noch ein Reihenauftakt, aber mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, ob ich die wirklich anfangen soll oder, ob das lieber eine Reihe sein sollte, die ich links liegen lasse. Ich habe schon sooooo viele angefangene Reihen und ich muss ständig zu Ende lesen - da muss man irgendwann mal ein bisschen selektieren und "Timeless" klingt zwar ganz "nett", aber "nett" ist ja auch der kleine Bruder von Ihr-wisst-schon-wem...
Habt ihr Meinungen zu dem Buch? Schon gelesen? Gut - Schlecht? Soll ich es wirklich erstmal hinten anstellen - möglicherweise riskieren, es ungelesen zurückzubringen? Oder unbedingt lesen?

"Befreit" von Rebecca Lim

Der vierte und letzte Teil der "Mercy"-Tetralogie. Das ist keine Reihe, die mich komplett umgehauen hat - ich würde sie eher solide nennen - und ich habe auch keines davon im Regal stehen, aber ich freue mich, endlich den letzten Teil lesen zu können. Der dritte war am Ende nämlich wirklich gut und ich habe danach echt hohe Erwartungen an das Finale. Positiv an der Reihe finde ich übrigens auch, dass die Teile recht zeitnah erschienen sind, nicht mal ein Jahr zwischen dem ersten und dem vierten. Aktuell ist ja der Eins-pro-Jahr-Rhythmus anscheinend echt angesagt und das ist mir oft einfach zu lang...
Meine Rezensionen zu Band 1: Gefangen, Band 2: Erweckt,
Band 3: Besessen


"Grischa - Goldene Flammen" von Leigh Bardugo

Noch ein Trilogie-Auftakt. Das zum Thema "zu viele Reihen". Mit den ersten vier Büchern beende ich eine Reihe und kann dafür direkt drei neue starten ^^ - klingt schon irgendwie nach einem nie endenden Teufelskreis. "Grischa" möchte ich mir allerdings trotzdem nicht entgehen lassen, denn es klingt nach echt guter, interessanter Fantasy. 





"Sturz in die Zeit" von Julie Cross

Buch fünf aus der Bibliothek, ein Zeitreiseroman und ja, was sonst, ein Trilogie-Auftakt...Das Buch wurde von FJB mit Gewinnspiel und allem ja auch recht offensiv promotet, da konnte man in letzter Zeit gar nicht nicht drüber stolpern. Allerdings hat es mich noch nicht hundertprozentig begeistert, dass ich gesagt hätte, das MUSS ich lesen. Was ich gut finde, ist ein anscheinend männlicher Hauptprotagonist und Ich-Erzähler. Die sind ja eher selten. 
Also: Noch weit entfernt von einem Must-Read, aber vielleicht doch vielversprechend. Hab ich noch nicht entschieden.


Ja, ich lese sie zu Ende. Band 1 fand ich inhaltlich ganz gut, die Geschichte hat irgendwas. Und wenn es vielleicht auch nur kitschige Romantik und eine Runde Fremdschämen ist, sie hat mich genug gefesselt, dass ich weiter lesen muss (Meine Rezension). Allerdings werden das sicher keine Lese-Highlights des Jahres, denn ich erwarte keine großen Weiterentwicklungen in Sachen Schreibstil von Frau James und so schlecht geschriebene Bücher können bei mir einfach keine 5 Sterne absahnen - das ist wie ein Gourmet-Essen von dreckigen Tellern in einer spelunkenhaften Absteige - das Gesamtbild stimmt dann einfach nicht. Also falls mich die Autorin nicht völlig überrascht, erwarte ich gute Unterhaltung ohne viel Talent oder Anspruch.

Deswegen habe ich die Bücher auch nur ausgeliehen und den ersten Band, der mal mir gehörte, bereits weitergegeben.
Bei den Vormerkungen bin ich auch mal ganz optimistisch auf Risiko gegangen und habe noch vor dem Erscheinen von Band 3 beide vorgemerkt...in der Hoffnung, dass ich Band 2 schon eher bekommen werde als Band 3. Freitag bekam ich dann die Mail, dass "Shades of Grey...Band 3" in der Bücherei auf Abholung wartet. BAND 3! Also schnell Wartelisten - Position für Band 2 gecheckt ("1"), Ausleihstatus von Band 2 nachgeschaut (entliehen bis heute) und dann wieder erleichtert durchgeatmet. Zum Glück kann man das hier alles online kontrollieren. Jedenfalls konnte ich dann heute abend tatsächlich beide einsammeln. Das war doch mal Timing ;-)

"Dämonen des Lichts" von L.A. Weatherly

Ein Buchgewinn von Lydia und Jana. Optisch finde ich es schonmal richtig ansprechend. Inhaltlich klingt es auch nicht übel. Es wird aber wohl ein bisschen auf dem SuB warten müssen, bis es dran kommt, da ich gerade sooooo viele andere Bücher habe. Und nur damit keine Verwirrung auftritt: Mit "Shades of Grey" kann ich jetzt vielleicht noch eine weitere Trilogie abschließen, aber mit diesem Buch könnte ich auch gleicht wieder eine anfangen *g*.

"Caras Schatten" von Elizabeth Woods

Zu guter Letzt ein Tauschbuch von Tauschticket. Es war mal auf meiner Wunschliste, dann wieder nicht, dann wieder doch...dann habe ich es vergessen. Vor ein paar Tagen wurde es dann günstig auf TT angeboten, da habe ich zugegriffen. Es klingt auch echt nicht schlecht. Unheilmlich und ein bisschen mystisch, nach dunklen Geheimnissen. 
Und - nicht zu vergessen - das Buch ist unter meinen heutigen Neuzugängen eine Kuriosität: Es scheint ein Einzelband zu sein! Oh...mein...Gott. Das es sowas auch noch gibt ;-)

So, das wars dann jetzt aber auch. Reicht auch. 

Welche Bücher von meinen Neuzugängen kennt ihr denn schon? Welche mochtet ihr (nicht), welche würdet ihr selbst gerne noch lesen?

Sonntag, 9. Dezember 2012

2. Advent: Auslosung

Heute ist schon der zweite Advent, was für mich heißt: zweite Auslosung bei meinem Adventsgewinnspiel!

Also sind wieder alle zusammengekommen. Der Weihnachtsmann, mein kleiner Schnee-Kater, der Losbeutel, die Perlen und das Lesezeichen...


Leider konnten nicht alle auf ein gemeinsames Foto, da mein Kater die Perlen heute ganz besonders spannend...und wenn ihr euch fragt, wo er so gebannt hinstarrt, auf dem Foto: Der Schneematsch rutschte gerade ganz langsam von meinem Dachfenster herunter. Faszinierend...

Zum Glück hat es nur das Katerchen und nicht auch mich und den Weihnachtsmann abgelenkt, dass wir es doch geschafft haben, einen Namen zu ziehen...


.... und gewonnen hat....


Leseengels Bücherblog

Herzlichen Glückwunsch!!!

Schick mit bitte schnellstmöglich deine Adresse und - falls vorhanden - deinen persönlichen Namenswunsch für das Lesezeichen an

sarah_o_email@web.de

Für alle anderen gilt: Noch ist es nicht vorbei! Zwei Verlosungen werden noch folgen und auch, wer jetzt noch nicht im Beutelchen war, kann noch reinhüpfen. Einfach auf das Bild klicken und mit einem Kommentar bewerben!



Viel Glück!

Bloggeraktion: Der Mann, der den Regen träumt

Bereits am 16. Januar 2013 erscheint für mich eines der absoluten "Must-Have"s des nächsten Jahres.

"Der Mann, der den Regen träumt", der zweite Roman des Briten Ali Shaw, wird bei script5 veröffentlicht und ich freue mich schon riesig, denn das Debüt des Autors, "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" (meine Rezension), fand ich einfach wunderschön - es war eins meiner Highlights im Jahr 2012 und kommt bestimmt unter meine Top10, die ich am Ende des Jahres erstellen werde.


Bisher deutet auch alles darauf hin, dass "Der Mann, der den Regen träumt" ein genauso zauberhaftes Fantasy-Märchen wird. Zum Beispiel der Trailer...


Wer sich noch weiter über "Der Mann, der den Regen träumt" informieren möchte, findet alle weiteren Informationen, darunter natürlich den Klappentext und auch eine Leseprobe, anhand derer sich schon erahnen lässt, wie schön das Buch gestaltet sein wird, auf der Verlagshomepage zum Buch.

Die Romane, "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" und "Der Mann, der den Regen träumt", sehen zwar ähnlich aus, sind aber unabhängige Einzelbände. Das Debüt des Autos lohnt aber immer einen Blick und genauso wie den zweiten Band findet ihr es auf der Verlagshomepage.

Freut ihr euch auch schon so auf das neue Buch von Ali Shaw wie ich?

Bloggeraktion: "Für immer die Seele"

Im Februar 2013 erscheint im Dressler Verlag der Trilogie-Auftakt "Für immer die Seele" von Cynthia Jaynes Omololu, den Blogger bei einer Vorab-Aktion bereits jetzt gewinnen können.

Hier gibt es bereits einen Trailer zum Buch:


Weitere Informationen zum Buch findet ihr auf der Homepage zur "Für immer"-Trilogie

Samstag, 8. Dezember 2012

Rezension zu "Pandemonium" von Lauren Oliver


Ein Must-Read unter den Dystopien

"Pandemonium" ist der zweite Band der Amor-Trilogie von Lauren Oliver, die sich inhaltlich mit einer zukünftigen Dystopie befasst, bei der Liebe als Krankheit aufgefasst und durch einen Eingriff bei erreichen der Volljährigkeit geheilt wird. Nach dem ersten Band, "Delirium", hatte ich den zweiten Band sehnsüchtig erwartet und wurde nicht enttäuscht.

Zum Inhalt: Lena schafft es zu den Invaliden in die Wildnis, doch Alex' Verlust belastet sie sehr. Trotzdem geht ihr Leben weiter und führt sie nach New York, wo sie unter falscher Identität lebt und für den Untergrund arbeitet. Ihr Ziel ist Julian, der Sohn eines der größten Befürworter des Eingriffs zur Heilung der Liebe, dessen eigener Eingriff bevorsteht, aber umstritten ist, da bei dem jahrelang schwerkranken Jungen die Gefahr besteht, dass er die Heilung nicht überlebt. Kurz vor dem Eingriff, bei einer Kundgebung der VDFA, der  Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika, der Julians Vater vorsteht, kommt es zu einem Aufstand anderer Invaliden und als Lena ihren Auftrag befolgt und Julian im Auge behält, gerät sie selbst in Gefahr...

"Pandemonium" ist ganz anders, als ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte. Ich hatte erwartet, dass die Handlung unmittelbar an Lenas Flucht aus Portland anschließen und sich vorerst mit ihrem Leben in der Wildnis befassen würde, eventuell auch mit dem Wunsch und dem Versuch Alex zu finden, als einziges spannenderes Element. Ein eher ruhigerer Zwischenteil bis zur erneuten Thematisierung der Dystopie und der Konfrontation mit den Staatsmächten also. Mit dem tatsächlichen Aufbau ihres Romans hat mich die Autorin dann aber sehr überrascht. Es gibt diese ruhigeren Elemente, in der Zeit, in der Lena lernt in der Wildnis zurecht zu kommen, um Alex trauert und sich an der Vorstellung festhält, dass er doch noch leben könnte, das "Damals", sie werden aber parallel zu einer Zeit mehrere Monate in der Zukunft erzählt, in der Lena längst für den Untergrund arbeitet und eine sehr spannende und gefährliche Phase durchlebt, das "Jetzt". Durch die Zweiteilung der Erzählung in "damals" und "jetzt" vermeidet die Autorin langatmigere, eintönigere Passagen während Lenas Trauerphase ohne diese emotionaleren Abschnitte aber vollkommen zu vernachlässigen. Die Handlung schaltet dauernd um zwischen Spannung und Gefühl und diese nicht-chronologische, abwechslungsreiche Erzählweise konnte mich direkt überzeugen.

Wie schon der erste lebt auch dieser zweite Band neben Action-reichen Abschnitten von sehr mitreißenden emotionalen Wendungen und einer überzeugenden Protagonistin, die sowohl willensstark wie auch manchmal hilfsbedürftig und schwach ist. Lena gehörte für mich schon nach dem ersten Band, nach "Pandemonium" aber nun endgültig, zu einem der tief gehensten, stimmigsten und am besten ausgearbeiteten Protagonisten, die aktuell im Jugendbuchbereich, speziell auch im Bereich der Dystopien, zu finden sind. Eine solch abwechslungsreiche und glaubwürdige Ich-Erzählerin macht einfach Freude - egal, ob sie ein wenig in ihrem Selbstmitleid versinkt oder sich zur führenden Kämpferin berappelt, man muss einfach mit ihr mitfiebern.

Überhaupt schafft es Lauren Oliver mit einer spürbaren Leichtigkeit eine sehr glaubwürdige Welt aufzubauen, mit meistens undurchsichtigen Verstrickungen, die sich zum Schluss überraschend, aber logisch zu einem stimmigen Gesamtbild entwirren lassen, die Spannung hoch zuhalten, und ihre Dystopie mit vielfältigen Charakteren auszuschmücken, zu denen hier neben Lena insbesondere Julian und die anderen Untergrundler gehören. Sprachlich wie atmosphärisch ist "Pandemonium" sehr stark, punktet besonders mit einer gewissen Bildhaftigkeit, emotionaler Tiefe und einigen dramatischen Wendungen. 
Sicherlich, kein Buch ist zu hundert Prozent perfekt, und so habe ich auch bei "Pandemonium" zumindest einen kleinen Kritikpunkt. Neben allen unerwarteten Wendungen und einer spannenden Handlungsführung gab es auch einige Dinge, die leicht vorherzusehen waren, Stellen, an denen man der Protagonistin ein paar Schritte voraus war, und Situationen, in denen das "Die-Welt-ist-ein-Dorf"-Gefühl aufgrund von "Zufällen" und überraschend "perfektem" Timing ein wenig zu präsent war. Das waren kleine Stolpersteine, die nichtsdestotrotz zwar da sind, aber in einer für mich tolerierbaren, nur gering ins Gewicht fallenden Form, denn meistens fügt sich die Handlung trotzdem glaubhaft zusammen.

Fazit: Eine rundum gelungene Fortsetzung, die mich besonders durch den Aufbau überraschte. Abwechslungsreich, spannend, gefühlvoll. Mich hat schon "Delirium" sehr überzeugt und nach "Pandemonium" kann ich ziemlich sicher sagen, dass die "Amor"-Trilogie zu den aktuell besten Dystopien unter den Jugendbüchern zählt - wenn sie nicht, meiner Meinung nach, sogar die eindeutig beste ist. 5 Sterne, ein echtes Must-Read.


Die Amor-Trilogie (mit Links zu Amazon):
  1. "Delirium" (Nov. 2011, engl. Originaltitel: "Delirium")
  2. "Pandemonium" (Nov. 2012, engl. Originaltitel: "Pandemonium")
  3. noch nicht bekannt (engl. Originaltitel:"Requiem" - März 2013)
Allgemeine Informationen

Ausgabe: Gebunden, 1. Auflage
Seiten: 400
Verlag: Carlsen Verlag
ISBN: 978-3551582843
Preis: € [D] 17.90

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagsseite zum Buch



Fazit zum HYPE DES MONATS


Ganz einfach: Ja, "Pandemonium" hat den Hype verdient. Es ist eine sehr gelungene Fortsetzungen, die viele Facetten bietet und insgesamt eine der überzeugensten Dystopien überhaupt. 

(Alt-)Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver


(dies ist eine unüberarbeitete Alt-Rezension von Amazon aus meiner Zeit vor dem Blog, genauer Nov. 2011, die ich nachträglich hier einfüge)

Wenn Liebe eine Krankheit ist...

"Delirium" ist ein wirklich starker Auftakt zu einer neuen Trilogie von Lauren Oliver.

Inhalt: Die USA in der Zukunft hat die Grenzen dicht gemacht und auch die Städte sind streng von der Wildnis drumherum abgeriegelt.
Die 17-jährige Lena zählt die Tage bis zu ihrem Eingriff ab, der sie in nur wenigen Monaten von der gefährlichsten aller Krankheiten, die auch Lenas Mutter in den Selbstmord getrieben hat, heilen wird: Amor Deliria Nervosa, die Liebe. Auch ihre Evaluierung steht bevor, in der über ihre Zukunft nach der High School und ihren zukünftigen Lebenspartner entschieden werden wird. Lena hat sich immer genau an die Regeln gehalten, doch dann lernt sie den Studenten Alex kennen und als auch Lenas beste Freundin Hana beginnt sich auf illegale Partys zu schleichen, gerät Lena immer mehr in die Zwickmühle...

"Delirium" ist also ein weiterer Dystopie-Roman, der wie so viele die Idee der gänzlich regulierten Welt aufgreift. Allerdings besticht er ganz klar durch eine sehr gute, überzeugende Sprache, eine einfühlsame, emotionale und sehr romantische Geschichte voller Höhen und Tiefen und nicht zuletzt auch durch Lenas Trauma, dass der Tod ihrer Mutter bei ihr verursacht hat.

Lena meint zu wissen, was die gefürchtete Krankheit auslösen kann, denn sie hat von ihrer Tante und ihrem Onkel, bei denen sie lebt, erfahren, wie es ihre Mutter in den Selbstmord trieb. Daher fällt es Lena sehr schwer, das System in Frage zu stellen oder dem seit Jahren herbeigesehnten Eingriff Skepsis entgegen zu bringen. Sie fühlt sich anders und hat Angst durch ihre Mutter genetisch vorbelastet und anfällig zu sein und sie sieht, wie um sie herum alle nach dem Eingriff glücklich scheinen, selbst ihre ältere Schwester Rachel, die vor ihrem Eingriff selbst mit der Liebe "infiziert" war. Gleichzeitig fällt ihr aber auch immer mehr auf, wie gleichgültig den Erwachsenen vieles ist, und sie weiß, dass ihr nach dem Eingriff ihre beste Freundin Hana oder ihr größte Hobby kaum noch etwas bedeuten werden.

Dennoch dauert es lange, bis Lena aus ihrer Haut kann, denn sie hat die Regeln sehr verinnerlicht, und auch das Interesse von Alex, der doch eigentlich geheilt ist und daher gar nichts für sie empfinden sollte, irritiert sie zunehmend und hält sie auf Abstand. Dadurch wird die Liebesgeschichte aber erst richtig packend, denn es ist eben nicht die schnelle Verliebheit, sondern ein langsamer Prozess, in dem sich die beiden immer näher kommen und sich gegenseitig ihre Geheimnisse anvertrauen.

Das Ende ist dann auch noch alles andere als vorhersehbar und lässt mich ganz kribbelig zurück, weil ich es kaum ertragen kann, dass die Fortsetzung "Pandemonium" noch nicht einmal auf Englisch erschienen ist und ich so mindestens bis Februar warten muss, bis ich endlich erfahre, wie es weiter geht. Nur wenige Reihen erzeugen bei mir dieses Gefühl SOFORT weiterlesen zu müssen, aber "Delirium" hat es auf jeden Fall geschafft.

Fazit: Ein Highlight unter den diesjährigen Jugendbüchern, unbedingt lesen! 


Die Amor-Trilogie (mit Links zu Amazon):
  1. "Delirium" (Nov. 2011, engl. Originaltitel: "Delirium")
  2. "Pandemonium" (Nov. 2012, engl. Originaltitel: "Pandemonium")
  3. noch nicht bekannt (engl. Originaltitel:"Requiem" - März 2013)
 
Allgemeine Informationen

Ausgabe: Gebunden, 1. Auflage
Seiten: 416
Verlag: Carlsen Verlag
ISBN: 978-3551582324
Preis: € [D] 18.90

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagsseite zum Buch