Donnerstag, 30. August 2012

Rezension zu "Eternity" von Meg Cabot


Die Soap unter den Vampirromanen

"Eternity" ist ein Vampirroman von Meg Cabot, der in diesem Jahr mit "Endless" fortgesetzt wurde. Mich hat nicht nur das wunderschöne Cover dieses Romans überzeugen können, sondern auch das, was sich zwischen den Buchdeckeln befindet.

Inhalt: Meena Harper ist Dialogschreiberin einer schon seit Jahrzehnten laufenden Soap namens "Eternity" und hat sich damit ihren Traumjob gesichert - und das, obwohl sie sich jeden Tag verstellen muss, denn Meena hat eine besondere Gabe: Sie sieht den Tod anderer Menschen voraus. Doch einige Dinge laufen schief: Ihr arbeitsloser Bruder Jon hat sich bei ihr einquartiert, sie wird bei einer Beförderung übergangen und soll jetzt aufgrund einer neuen Sponsorenidee auch noch Vampire in ihre Soap einbinden. Dabei gibt es Vampire doch gar nicht...
Als sie allerdings nachts von einem Schwarm Fledermäusen angegriffen und von dem gutaussehenden Lucien gerettet, der ihr später als ein rumänischer Prinz vorgestellt wird. Sie verliebt sich in ihn - doch als nur wenig später der Vampirjäger Alaric Wulf vor ihrer Tür steht und ihr erzählt, Lucien sei der Prinz der Finsternis, der Anführer aller Vampire, und in der Stadt um eine Mordserie an jungen Frauen aufzuklären, weiß sie nicht mehr, was sie glauben soll...

"Eternity" ist ein Vampirroman, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Das Buch behandelt nicht nur inhaltlich eine Soap, deren immer wieder eingestreute Geschichte für viele Schmunzler sorgt, denn wie es sich gehört, führen die Soap-Charaktere ein aufregendes, überladenes Leben, sondern liest sich auch fast wie eine. Viele Dialoge wirken in Anbetracht der Situationen, in denen sie geführt werden, ein wenig deplatziert und übertrieben und natürlich sind alle Figuren selbst in einer großen Stadt wie New York irgendwie miteinander verbunden. Würde man "Eternity" daher zu sehr auf die Realitätsnähe hin betrachten, würde einem das Buch als Leser wahrscheinlich völlig überzogen und konstruiert erscheinen, doch wenn man es mit einem Augenzwinkern liest, ist es witzig und unterhaltsam. Für mich hat das jedenfalls weitestgehend funktioniert, obwohl ich mir an einigen Stellen etwas mehr Ernsthaftigkeit gewünscht hätte.

 Mir haben neben der spannenden, abwechslungsreichen Handlung und einem guten Schreibstil besonders die Charaktere gefallen. Meena ist eine erwachsene, selbstständige Frau, die weiß was sie will. Sie ist zwar verliebt in Lucien, aber nicht blind vor Liebe, sondern stellt sich ihm, wenn es sein muss, auch entgegen. Lucien dagegen ist ein wenig blasser, was man von dem Vampirjäger Alaric wiederum überhaupt nicht behaupten kann. Für die meisten Schmunzler sorgten aber die Nebenfiguren. Meenas reiche Nachbarn, Verwandte von Lucien, sind zum schießen komisch und auch Meenas Bruder Jon brachte mich mit der Hartnäckigkeit, mit der er seine Jobsuche, basierend auf fixen Ideen, vorantreibt, immer wieder zum lachen. Auch die vielen versteckten Verweise zum Stokers Dracula hatten etwas Interessantes.

Fazit: Ein unterhaltsamer Vampirroman mit Seifenoper-Einschlag, der mir insgesamt gefallen hat. Der letzte Funke hat noch gefehlt, aber ich freue mich schon auf die Fortsetzung. 4 Sterne


Die Reihe (mit Links zu Amazon.de)
  1. "Eternity" (Okt. 2010, engl. Originaltitel: "Insatiable")
  2. "Endless" (Juli 2012, engl. Originaltitel: "Overbite")

Allgemeine Informationen

Ausgabe: Klappenbroschur
Seiten: 512
Verlag : Blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0377-2
Preis: € [D] 14.99

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage

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