Sonntag, 24. Juni 2012

Ich lese gerade: "Die Bestimmung" von Veronica Roth

Ich glaube ich habe erst ein einziges Mal einen Post zu einem Buch gemacht, während ich es gelesen habe. Bei "Die Bestimmung" bin ich aber gerade so unschlüssig, was ich davon halten soll, dass ich mal ein paar Gedanken loslassen möchte...

Ich denke, die meisten haben schon von dem Buch gehört. Wenn nicht, hier mal der Inhalt (Quelle Amazon.de)

Inhalt

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Die Grundidee fand ich super. Auch der Schreibstil ist ok. Einfach zwar, aber ich kann das Buch ganz flüssig lesen. Die Beschreibungen, die sehr plastisch sind, gefallen mir auch gut. Man kann sich alles im Kopf vorstellen.

Es gibt ziemlich viel Gewalt. An sich gehöre ich nicht zu den Lesern, die sich daraus viel machen. Ich lese auch wirklich üble Thriller, mir macht das eigentlich nichts aus. Aber in "Die Bestimmung" fehlt mir irgendwie der Sinn dahinter. Angeblich ist es das Training zur Initiation, aber eigentlich geht es nur darum, dass sich alle möglichst hart verdreschen. Hätte am Anfang irgendwo gestanden, dass es sich nicht um Menschen, sondern um Maschinen handelt, die rote Suppe bluten, hätte ich das ganze wahrscheinlich realistischer gefunden. So vergehen gerade einmal ein, zwei Tage zwischen  Bis-zur-Bewusstlosigkeit-zusammengeschlagen, Ich-kann-mir-meine-Schuhe-nicht-selbst-zu-binden und Ich-kletter-ein-Riesenrad-hoch-und-verprügel-gleich-morgen-den-nächsten.

Mit dem zeitlichen Rahmen des Romans komme ich also überhaupt nicht zu recht. So tapfer die Figuren auch sein sollten...eigentlich sollten die alle längst im Koma vor sich hindämmern, stattdessen bekommen sie vom dauernden Verdroschen-Werden angeblich innerhalb weniger Tage wahnsinnige Muskeln. Ich frage mich langsam einfach, wohin das führt. Ich bin jetzt fast bei der Hälfte und habe darauf keine Antwort. Alles was ich lese ist Gewalt, Gewalt, Gewalt. Irgendwie langweilig. 

Viele sind ja begeistert von dem Buch...habt ihr es gelesen? Mögt ihr es? Ich lese jetzt noch weiter, bis zum EM-Spiel. Vielleicht springt der Funke ja doch noch über...

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Ich habe jetzt weitergelesen und es fällt mir immer schwerer mich für das Buch zu begeistern. Dadurch, dass Beatrice eine Unbestimmte ist und das als sehr seltenes Phänomen dargestellt wird, wirkt alles auch sehr stereotyp. Und was das Geheimnis von Ausbilder Four angeht, habe ich die Vermutung, dass seine Identität am Anfang schon erwähnt wurde, noch bevor Beatrice zu Zeremonie geht...(richtig???, oder bin ich auf dem Holzweg?) und erwarte deswegen auch dabei keine großen Überraschungen mehr (falls das in diesem Teil überhaupt noch geklärt wird, so wie es dahin plätschert...).
Und weil "Tris" ja nicht nur eine Abkürzung für Beatrice sein kann, sondern auch ein Zahlwort, manifestiert sich in meiner Vorahnungswelt auch schon seit einer Weile eine Idee, warum Four "Four" heißt *g*....

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch sch... und war mega-enttäuscht. Von daher verstehe ich dich^^

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    1. Das sind klare Worte. Aber ich habe gerade deine Rezension gelesen und muss sagen, sie trifft meinen Eindruck.
      Vielleicht versuche ich an den Rest des Romans mit geringeren Erwartungen heranzugehen. Durch den Hype und die große Werbeoffensive und auch durch die vielen sehr sehr positiven Stimmen waren die nämlich auch wirklich hoch. Ich hatte mich richtig auf das Buch gefreut - da ist die Ernüchterung natürlich um so größer.

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  2. Ich liebe dagegen das Buch :)
    Aber nun ja echmäcker sind verchieden :D

    LG Plumblossoms
    http://plumblossoms-leseparadies.blogspot.de/

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  3. Ich fand das Buch dagegen total klasse. So unterschiedlich sind die Geschmäcker :D
    Aber es liegt auch immer an der Erwartung. Ich gehe grundsätzlich (versucht) mit ner geringen Erwartung an Bücher. Bei Reihen wirds dann ab dem zweiten Teil natürlich schwer.

    Bin gespannt wie dein Endfazit ausfällt.

    LG
    Lilly

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  4. Ich habe dich getaggt :)
    http://ninasbuecher.blogspot.de/2012/06/tag-8-dinge-uber-mich-zum-thema-urlaub.html

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