Montag, 23. Oktober 2017

Wünschenswert im November - Zeitgenössisch und Historisch


Der November ist jetzt nur noch neun Tage entfernt, also höchste Zeit noch ein paar Neuerscheinungen des kommenden Monats vorzustellen, die ich selbst für interessant halte und gerne lesen möchte - zumindest einige davon. Das Thema ist "Zeitgenössisch und Historisch", also Gegenwartsliteratur sowie Fiktion angesiedelt in vergangenen Zeiten.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Wünschenswert im November - Fantasy & Science Fiction


Der Oktober hat seine Mitte überschritten, der November rückt näher. Er ist leider ein von mir wenig geliebter Monat. Während der Oktober sich wie gerade eben erst noch ab und an ein paar schöne, warme, sonnige Tage abringen kann, ist bei November-Eintritt endgültig Schluss mit Sommerreifen und -schuhen. Kalt, nass, windig - abgesehen vom Startschuss für den Weihnachtsmarkt verspricht ein November wenig, was zum Verlassen der warmen Wohnung animieren könnte. Um so besser, dass es Neuerscheinungen gibt, Lesenachschub für lange Stunden auf dem Sofa, wenn es draußen stürmt und regnet und friert. Werfen wir also gemeinsam einen Blick auf die fremden Welten von Fantasy und Science Fiction, die uns dieser meist ungemütliche November in die Buchhandlungen bringen wird.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Lesung - Robert Menasse auf der lit.RUHR in Essen

Gestern Abend wurde der österreichische Autor Robert Menasse als Preisträger des Deutschen Buchpreises 2017 bekannt gegeben, der mit 25000 Euro dotiert ist. Damit wurde "Die Hauptstadt", ein Buch, dessen Handlung im Umfeld der Brüsseler EU-Kommission angesiedelt ist, zum besten deutschsprachigen Roman des Jahres gekürt. Meiner Meinung nach hoch verdient, denn zumindest von den sechs auf der Shortlist vertretenen Werken, war dieses auch mein Favorit, wie ich euch gestern schon in meinem persönlichen Shortlist-Ranking erzählt habe.


Schon am Freitag war ich auf einer Lesung von Robert Menasse in Essen.

Montag, 9. Oktober 2017

Projekt Shortlist - Mein Ranking

Heute abend wird der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2017 bekanntgegeben. Da ich jetzt auch alle sechs Finalisten von der Shortlist gelesen habe, möchte ich vor der richtigen Preisverleihung mein eigenes kleines Ranking aufstellen.


Samstag, 7. Oktober 2017

Projekt Shortlist - Die Autoren


Am 9. Oktober 2017 wird der diesjährige Gewinner des Deutschen Buchpreises bekannt gegeben. Aus diesem Anlass möchte ich mich eine Woche lang den sechs finalen Büchern auf der Shortlist widmen. 

Nachdem sich der erste Beitrag des "Projekts Shortlist" mit den Eckdaten des Deutschen Buchpreises selbst beschäftigt hat und der zweite sich ein paar Daten der Bücher annahm, habe ich heute einige Informationen zu den Autoren hinter den nominierten Büchern zusammengetragen.


Donnerstag, 5. Oktober 2017

Projekt Shortlist - Die Bücher in Zahlen, Daten und Covern


Am 9. Oktober 2017 wird der diesjährige Gewinner des Deutschen Buchpreises bekannt gegeben. Aus diesem Anlass möchte ich mich eine Woche lang den sechs finalen Büchern auf der Shortlist widmen. 

Nachdem sich der erste Beitrag des "Projekts Shortlist" mit den Eckdaten des Deutschen Buchpreises selbst beschäftigt hat, soll es heute um die nominierten Bücher selbst gehen, aber noch nicht um den Inhalt - den hebe mich mir für später auf, denn noch fehlt auf meiner eigenen Checkliste das Lesen des sechsten Buches. Heute geht es stattdessen um die harten Zahlen, die Daten - und um die Äußerlichkeiten, die im Besonderen eine meiner Lieblingstrivialitäten darstellen: Die Cover - let's get oberflächlich. Zumindest ein kleines bisschen...

Montag, 2. Oktober 2017

Projekt Shortlist - Lesen zum Deutschen Buchpreis 2017

Am 09. Oktober 2017 - also heute in einer Woche - wird der Gewinner des diesjährigen Deutsche Buchpreises bekannt gegeben. Als Finalisten stehen bereits seit dem 12. September sechs Romane fest, die sogenannte Shortlist, die aus einer zwanzig Werke umfassenden Longlist ausgewählt wurden. 



Zwanzig nominierte Romane in nur zwei Monaten zwischen Bekanntgabe der Longlist und der Preisverleihung fest in meine Leseliste zu integrieren scheint mir in jedem Jahr zu aufwendig, deswegen habe ich mir auch in diesem Jahr - wie schon ab und an in den vergangenen - vorgenommen, die Shortlist zu lesen, mit dem Unterschied, dass ich dieses Vorhaben mit einer kleinen Projekt-Woche-Kommentierung auf meinem Blog begleiten möchte.

Deutscher Buchpreis

Was ist überhaupt der Deutsche Buchpreis? Seit 2005 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels jährlich den besten deutschsprachigen Roman aus. Der Preis ist insgesamt mit 37.500 Euro dotiert. Neben dem Preisträger selbst, der 25.000 Euro erhält, werden die übrigen fünf Finalisten mit jeweils 2.500 Euro bedacht. 
Als Ziel des Preises wird die internationale Aufmerksamkeit für deutschsprachige Literatur benannt. Da es sich bei den nominierten Titeln in der Regel um anspruchsvollere literarische Werke handelt, die deutlich seltener in den Bestsellerlisten zu finden sind als die vergleichbar leicht verkäufliche Unterhaltungsliteratur, ist der Deutsche Buchpreis sicher auch ein Marketinginstrument. Neben des direkt an die Finalisten und den Preisträger vergebene Preisgeld bekommen alle nominierten Romane durch das mediale Interesse zusätzliche Öffentlichkeit. 

Das funktioniert nicht zuletzt auch bei mir, denn so werden mir jedes Jahr mindestens sechs Titel vor Augen geführt, die auch neben den von Verlagen stark beworbenen, in der Bloggerszene prominient vertretenen oder in den Buchhandlungen in Bestsellerregalen oder großen Werbeaufstellern auffällig präsentierten Werken von einer fachkundigen Jury für lesenswert befunden wurden. Natürlich ist das keine Garantie dafür, dass diese Bücher auch mir gefallen werden - für solche Diskrepanzen zwischen einer Jury-Entscheidung und meiner persönlichen unfachmännischen Meinung gab es in den letzten Jahren schon einige Beispiele. Trotzdem macht gerade die Nominierung und Preisverleihung für mich einen zusätzlichen Reiz aus, denn ich finde es spannend zu sehen, welches der sechs Bücher ich favorisiere und welches am Ende von der Jury zum "Roman des Jahres" gekürt wird.

Das Auswahlverfahren

Zur Wahrung einer gewissen Unabhängigkeit macht man es sich hier beim Börsenverein und den Unterstützern des Preises ein wenig komplizierter. Die Jury wird jedes Jahr neu zusammengestellt, jedoch nicht direkt vom Börsenverein, sondern von einer zuvor berufenen zehn- bis elfköpfigen "Akademie Deutscher Buchpreis", in der verschiedene Vertreter aus der Buch- und Kulturbranche sitzen, einige bereits seit 2005, andere zwischenzeitlich neu hinzugekommen. Dazu zählen etwa der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Vertreter der unterstützenden Deutsche Bank Stiftung, Vertreter des Börsenvereins selbst sowie die Kultur-und-Medien-Beauftragte der Bundesregierung.

Diese Akademie benennt eine jährlich wechselnde Jury, die aus insgesamt sieben Autoren, Journalisten und Buchhändlern besteht. Die diesjährige Jury wird ausführlich auf der Homepage des Buchpreises vorgestellt.

Nach der Bekanntgabe der Jurymitglieder, in diesem Jahr erfolgt am 07. Februar, beginnt die Ausschreibung und damit die Zeit, in der die Öffentlichkeit bis zur Verkündung der Longlist-Titel im August eher wenig von der Existenz des Buchpreises wahrnimmt. Die Verlage konnten in diesem Jahr bis zum 29. März jeweils zwei deutschsprachige Bücher aus ihrem aktuellen oder geplanten Programmen für den deutschen Buchpreis einreichen, sofern sie zwischen Oktober 2016 und September 2017 erscheinen und spätestens bei Bekanntgabe der Shortlist (12. September) im Handel sind. Darüber hinaus können weitere Titel empfohlen (je Verlag bis zu fünf Stück) oder von der Jury selbst nachgefordert werden.


Der Vorschlagsphase folgt die Phase, in der die Jury alle Einreichungen prüfen und sich am Ende auf eine 20 Titel umfassende Longlist festlegen muss, die am 12. August 2017 veröffentlicht wurde. Nach einem Monat wurden diese Nominierten dann auf die sechs Finalisten reduziert: Die Shortlist. Das sind sie also, die auserwählten Werke dieses Jahres - alle nebeneinander auf meinem Esstisch abfotografiert, drei davon, Stand heute 16.00 Uhr, auch bereits gelesen.

 Der Preisträger

Jedem der auf der Shortlist vertretenden Autoren ist das "kleine" Preisgeld von 2.500 Euro bereits sicher, jetzt geht es nur noch um die Auswahl und Bekanntgabe des Preisträgers. Diese erfolgt am Montagabend zum Beginn der Frankfurter Buchmesse, also in diesem Jahr am 09. Oktober, im Rahmen der Preisverleihungsveranstaltung im Kaisersaal des berühmten Frankfurter Römers.

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Das war dann also der kleine Lexikon-Start-Post zu meiner Buchpreis-Projekt-Woche. In den folgenden Tagen versuche ich euch dann noch ein paar Informationen zu den nominierten Büchern und Autoren zusammenzutragen, die gelesenen Werke zu rezensieren und - natürlich vor der offiziellen Jury - meinen Favoriten bekannt zu geben. Da ich drei Bücher komplett gelesen und eines angefangen habe, könnte ich bereits verkünden, welches auf keinen Fall meine Nummer eins wird, welche beiden anderen vielleicht - wobei eines die Nase knapp vorne hat...aber dazu beim nächsten Mal mehr.

Eure 
Sabrina

Das Comeback

...hoffentlich

Wie vielleicht einige festgestellt haben, lag dieser Blog jetzt ungefähr anderthalb Jahre brach und ich war auch ansonsten online nicht mehr aktiv. Dabei plane ich schon seit geraumer Zeit die Wiederbelebung oder besser gesagt, ich habe nie wirklich geplant ihn überhaupt stillzulegen. 

Die Gründe dafür, dass es soweit kam, sind vielfältig und gleichzeitig doch auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen. Da ich nicht weiß, wie ich es vornehmer formulieren könnte, mit den Jahren auch festgestellt habe, dass Rumdrucksen oder "der sanfte Weg" nicht funktionieren, und ich mich gleichzeitig für den offensiven Umgang statt für das Verheimlichen entschieden habe, kommt hier ganz offen und direkt die Wahrheit: Depressionen sind scheiße...

...und trotzdem konnte ich es nicht vermeiden, mir schon vor Jahren diese für Außenstehende schwer zu verstehende Krankheit "zuzulegen". Es hat während meines Studiums angefangen und wurden das erste Mal kurz vor dem geplanten Antritt der Masterarbeit so unerträglich, dass mich diese Krankheit vom Abschluss meines Studiums abgehalten hat. Zweimal. Für einen leistungsorientierten Menschen wie mich, der nichts besser kann, als sich selbst unter Druck zu setzen, war es am Anfang nur schwer zu akzeptieren, dass diese andauerende Traurigkeit, Antriebs- und Freudlosigkeit, die ständige Heulerei, die Grübeleien, das Gefühl von Überforderung, Unsicherheit und Stress beim augenscheinlichen Nichtstun, die Versagensängste und Vermeidungsstrategien und letztendlich auch die starke Gewichtszunahme mehr waren als nur eine Phase von schlechter Laune. 

Nebenbei an dieser Stelle: Depressionen und Frustfressen sind wirklich eine unfassbar dumme Kombination von dessen Anschaffung ich jedem dringendst abraten muss. 
Was mich mittlerweile dazu bewegt, ganz offen über das Thema zu sprechen und auch zu schreiben, sind die Schwierigkeiten vieler Betroffener (und ich habe in meiner Therapiezeit einige kennengelernt) sich Nicht-Erkrankten verständlich zu machen. Das ist genaugenommen nur nachvollziehbar und sicher kein Vorwurf an die Nahestehenden, die versuchen mit Tipps wie "Reiß dich einfach zusammen", "Mach doch einfach" oder "Wenn du wieder abnimmst und nicht mehr so scheiße aussiehst, gehst du bestimmt wieder lieber vor die Tür, dafür brauchst du doch keine Therapie" letztendlich nur zu helfen. 

Was sollen sie auch anderes sagen, wenn sie nur die offensichtlichen Verhaltungsänderungen sehen und sich Depressive oft auch noch stark zurückziehen und einigeln? Es fehlt Umstehenden oft einfach der Kontext, der unsichtbare Teil der Depressionen, eben all das, was im eigenen Kopf eingesperrt ist, diese oft irrationalen Gedankengänge, die von banalen Alltagshandlungen in einer ständigen Abwärtsspirale zum persönlichen Weltuntergang führen, über die man in der Regel genau deswegen auch nicht spricht, weil man selbst nicht versteht, wie man so unsicher, handlungsunfähig und nichtsnütz sein kann. 

Das Problem ist, dass die Unterstützung von nahestehenden Menschen wichtig ist, denn die Abgrenzung macht es nur noch schlimmer, das Gefühl für faul gehalten zu werden oder für "komisch", oder auch einfach nur die Herausforderung sich allein durch die langwierige und frustrierende Suche nach ärztlicher und therapeutischer Behandlung zu machen, sind zusätzlich belastend - mehr Ab- als Zusagen und Wartezeiten im Bereich eines halben Jahres muss jeder erstmal verdauen. Deswegen finde ich es heute - mehr oder weniger rückblickend auf die stärkeren Episoden meiner Depression - wichtig, dass Depressionen öffentlich ihr Stigma verlieren, was wohl nur funktionieren wird, wenn als halbwegs normal wahrgenommene Mitmenschen - zu denen ich hoffentlich zähle - auch offen über diese Erkrankung reden können ohne zu fürchten als Voll-Psycho abgestempelt zu werden.

Hier ist auch wieder ein kleines "Nebenbei" angebracht: Depressionen lassen sich mittlerweile auf biochemischer Ebene ganz gut verstehen, was zu einer enormen Weiterentwicklung der verfügbaren Medikamente geführt hat. Das ist allerdings in der öffentlichen Wahrnehmung meiner Meinung nach bisher auch nur unzureichend angekommen, was unnötigerweise dazu führt, dass Erkrankten von Laien Ängste vor starken Stimmungsaufhellern oder persönlichkeitsverändernden Tranquilizern mit astronomischen Nebenwirkungen eingeredet werden. So schlimm ist es aber bei weitem nicht, vor allem nicht im Vergleich der "Nebenwirkungen" der Depression selbst - ich zumindest wünschte heute, ich hätte mich leichter von einem Arzt zu Pillen überreden lasssen, denn letztendlich hatte der Recht: Wer nicht schläft und dank innerlicher Daueranspannung die Konzentrationsfähigkeit einer Fliege hat, kann nur schwer an anderen therapeutischen Maßnahmen teilnehmen.

So und nun Schluss mit dem unerfreulichen Krankheits-Talk. Im letzten Jahr habe ich mein Studium endlich abgeschlossen, Master of Science ist somit abgehakt, hab ich jetzt. Das hat zwar nicht verhindert, dass die Depressionen hin und wieder noch aus ihrer dunklen Ecke kriechen und mich von Dingen abhalten, die mir Freude machen, aber dazu dient heute auch dieser Post. Hobbys sind wichtig und ich möchte endlich wieder bloggen, mehr lesen, gestalten und mich mit anderen austauschen. Weil ich dazu neige, mich unter Druck zu setzen, in Stress und Perfektionismus auzuarten, plane ich erstmal nichts festes ein und werde mich auch dem Social-Media-Wahnsinn nicht allzu sehr widmen. Ich möchte einfach wieder regelmäßig Content, idealerweise in Form von Rezensionen, absondern, der das Internet ebenfalls idealerweise mit einem kleinen bisschen Mehrwert bereichert - oder zur Not eben auch mal mit völligem Nonsens-aber-Spaß vollmüllt. Es läuft halt nicht immer alles "idealerweise"-mäßig.


Natürlich muss auch mein Mitbewohner und unkooperativ-bis-bockiges Fotomotiv wieder an der Verbreitung meiner geistigen Ergüsse mitarbeiten - immerhin bezahle ich sein Futter und mache sein Klo sauber. Seit zwölfeinhalb Jahren. 
Kater Snow ist immer noch weiß, extrem fauschig und taub, stur, faul und betreibt seine größten Hobbys - schlafen, fressen, im Weg rumsitzen, -stehen, -liegen, -rollen, Nase in alles stecken und Dinge, die ihm größtenteils nicht gehören, runter- oder durch die Gegend schubsen - mit beachtenswerter Ausdauer.

Jetzt ist der Post länger geworden, als beabsichtigt, aber was solls - einmal in anderthalb Jahren. Ich freue mich jetzt darauf wieder "anständig" zu bloggen und natürlich auch auf die Kommunikation mit euch Lesern. 

Eure
Sabrina

PS: Ihr seht, ich habe versucht mit Snow Fotos zu machen. Allerdings bin ich keine Selfie-Expertin und Snow ist zwar fotogen wie nichts, aber nicht dann, wenn ich das möchte. Er ist und bleibt eher das Spontan-Model. 

PSS: Übrigens, dass ich keinen Plan habe, war gelogen. Die Leistungsdruck-Perfektionismus-Tante in mir hat zwar gelernt, aber ich bin und bleibe ein kleiner Kontrollfreak. Planlosigkeit nervt mich, ch kann nicht ohne Pläne leben. Ich erzähle nur nichts von den Plänen, dann bleibe ich auch viel entspannter, wenn sie scheitern.